Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Panorama 148.000 aus Verkehrssünderdatei gelöscht
Nachrichten Panorama 148.000 aus Verkehrssünderdatei gelöscht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:38 23.12.2014
Reform mit Folgen: Bereits 148.000 Autofahrer sind aus der Verkehrssünderdatei in Flensburg gelöscht worden. Quelle: dpa
Berlin

Durch die Umstellung auf das neue Punktesystem für Verkehrssünder sind rund 148.000 Autofahrer aus dem digitalen Bestand der Flensburger Datei gelöscht worden. Das geht aus einer Auswertung des Bundesverkehrsministeriums nach den ersten Monaten mit den neuen Regeln hervor.

Seit 1. Mai werden im wesentlichen nur noch Verstöße gespeichert, die sicherheitsgefährdend sind. Punkte für leichtere Ordnungswidrigkeiten wurden deswegen gelöscht - etwa für das Fahren in einer Umweltzone ohne Plakette, das auch nicht mehr mit einem Punkt geahndet wird. Insgesamt fielen nunmehr 200.000 einzelne Einträge wegen Verkehrsdelikten aus dem digitalen Bestand heraus.

Dobrindt: System ist nun einfacher

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, das System sei einfacher, klarer und verständlicher geworden. "Unsere Erwartungen, dass zahlreiche Verstöße und Betroffene ganz aus dem Register fallen, haben sich bestätigt." Dies erhöhe die Akzeptanz des Systems. "Wir konzentrieren uns nun stark auf die Verkehrssicherheit", sagte Dobrindt.

Der digitale Bestand in Flensburg wurde zum Stichtag 1. Mai auf das neue System umgestellt. Dies betraf 6,1 Millionen Autofahrer und damit 71 Prozent des gesamten Bestands. Daneben gibt es ältere Papierakten, in denen weitere 2,5 Millionen Fahrer erfasst sind. Ihr Konto wird schrittweise bei einer aktuellen Bearbeitung umgestellt, und zwar jeweils rückwirkend zum 1. Mai. Angaben zu gelöschten Einträgen im Papierbestand wurden vorerst nicht gemacht.

Zahl der Bürgeranfragen gestiegen

Die existierenden Punkte wurden ins neue System umgerechnet. Anstelle der vorherigen Skala von 1 bis 7 Punkten gibt es jetzt je nach Schwere des Vergehens 1, 2 oder 3 Punkte. Der Führerschein wird bei 8 statt 18 Punkten entzogen. Punkte verjähren jeweils getrennt, und zwar je nach Schwere nach zweieinhalb, fünf oder zehn Jahren. Zuvor verhinderte jeder neue Verstoß, dass die erfassten Punkte insgesamt verschwinden.

Die Umrechnung bedeutet zum Beispiel, dass gefährliche Überholmanöver mit einem Punkt statt mit zwei Punkten bewertet werden. Wer innerorts 31 bis 40 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, bekommt 2 statt 3 Punkte. Bei einem Alkohol-Vollrausch am Steuer sind 3 statt der bisherigen 7 Punkte fällig.

Rund um die Umstellung gab es deutlich mehr Bürgeranfragen. Von Mai bis Ende Oktober erteilte das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg 242 000 Auskünfte zum Punkteregister, das waren 57.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Am stärksten war der Ansturm im April und Mai.

Insgesamt sind in Flensburg derzeit rund 8,6 Millionen Autofahrer wegen schwerer Verstöße am Steuer erfasst. Im November vergangenen Jahres waren es 8,9 Millionen gewesen.

dpa

Panorama Schweden, Finnland, Dänemark - Wo wohnt dieser Mann?

Allgemein ist bekannt, der Weihnachtsmann wohnt irgendwo nördlich. Aber wo genau? Man könnte glauben, eine Antwort sei in den nordischen Ländern zu finden. Aber dort ist man tief zerstritten. Fast jede nordische Nation beansprucht seine Heimat wegen der Tourismuseinnahmen für sich.

23.12.2014

Mit einer Petition „zum Schutz der Gesundheit der Dorfbevölkerung“ sind rund 200 Bewohner eines Dorfes in der südwestlichen Provinz Sichuan, China, gegen ein acht-jährigen Jungen vorgegangen, das sich mit dem Aids-Virus infiziert hatte. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf den diskriminierenden Umgang mit HIV-Infizierten in China.

22.12.2014
Panorama Nach Razzien 2013 in Spanien - Motorräder der Hells Angels versteigert

Die spanischen Behörden haben ihrer Ankündigung Taten folgen lassen und mehrere von der Polizei beschlagnahmte Motorräder der Hells Angels versteigert. Dabei wurde spanischen Medienberichten zufolge ein Gesamterlös von mehr als 50.000 Euro erzielt.

Tobias Morchner 22.12.2014