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Panorama Die offenen Fragen im Fall Susanna
Nachrichten Panorama Die offenen Fragen im Fall Susanna
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08:14 12.06.2018
Beamte einer polizeilichen Spezialeinheit sichern den Transport von Ali B. Quelle: dpa
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Mainz

Der Mord der 14-jährigen Susanna beschäftigt auch nach dem Geständnis von Ali B.weiter die Ermittler. Nach seiner Festnahme im Irak wurde der 20-Jährige am Sonntag in Wiesbaden fast sechs Stunden lang von einer Amtsrichterin vernommen. Der Iraker gestand, die 14-Jährige getötet zu haben, bestritt aber eine Vergewaltigung. Er kam er in Frankfurt in Untersuchungshaft. Dennoch sind weiter Fragen zu dem aufsehenerregenden Fall offen.

Warum hat es so lange gedauert, bis Susanna gefunden wurde?

Nicht geklärt ist, warum so viel Zeit verging, bis Susanna gefunden wurde. Erst eine Woche nachdem eine Bekannte den Verdacht äußerte, dass die 14-Jährige tot sei, haben die Suchtrupps der Polizei am 6. Juni ihre Leiche gefunden. Die Polizei hatte die Hinweisgeberin, die im Urlaub war, zunächst nicht befragt.

Welche Hinweise bringt das Obduktionsergebnis?

Das offizielle Obduktionsergebnis und die Auswertung von DNA-Spuren stehen noch aus. Die Behörden erhoffen sich davon Klarheit über den Tathergang und den Täter. Wegen der langen Zeit zwischen Tod und Auffinden der Leiche ist allerdings unklar, wie aussagekräftig die Spuren noch sind.

Warum konnte die Familie von Ali B. problemlos ausreisen?

Der 20-Jährige war zum Zeitpunkt seiner Ausreise noch nicht zur Fahndung ausgeschrieben. Ein Haftbefehl hätte die rechtliche Handhabe gegeben, ihn an der Ausreise zu hindern. Die Ermittler gehen zurzeit der Frage nach, woher die arabischsprachigen Ausreisepapiere der Familie stammen.

Wollte sich der Täter vom Irak aus in ein Nachbarland absetzen?

Das sagte Bundespolizei-Chef Dieter Romann der „Bild am Sonntag“. Dazu passen die Angaben eines kurdischen Polizeioffiziers, Ali B. sei in Zakho festgenommen worden. Die Stadt liegt an der Grenze zur Türkei.

Warum wurde Ali Bashar nicht abgeschoben?

Ende 2016 wurde sein Asylantrag abgelehnt. Ein Anwalt legte für den 20-Jährigen Rechtsmittel gegen die Abschiebung ein. Seitdem ist ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden anhängig und die Abschiebung damit gestoppt.

Was geschieht mit dem zweiten Tatverdächtigen?

Der 35-jährige Türke ist für die Ermittler nicht mehr dringend tatverdächtig. Deshalb kam er nicht in Untersuchungshaft. Der Flüchtling wird bei Ermittlern aber weiter als Beschuldigter geführt. Es gibt einen Anfangsverdacht, dass er etwas mit dem Verbrechen zu tun haben könnte. Er kann aber genausogut unschuldig sein.

Wie reagieren die Menschen in Mainz und Wiesbaden auf den Fall?

In Susannas Wohnort Mainz gibt es bereits Mahnwachen und Kundgebungen. Sie richteten sich sowohl gegen illegale Einwanderung als auch gegen Ausländerhass und Rassismus. In Wiesbaden, wo der Tatverdächtige in einer Flüchtlingsunterkunft lebte und wo die Leiche der 14-Jährigen in einem Waldgebiet gefunden wurde, waren zunächst keine Kundgebungen geplant.

In Wiesbaden ist die Polizei bei der Suche nach einer 14-Jährigen auf eine weibliche Leiche gestoßen.

Ali B. soll die 14-jährige Susanna in der Nacht vom 22. zum 23. Mai vergewaltigt und getötet haben. Nach einer Flucht in den Irak wurde er am Samstag im Beisein von Bundespolizisten mit einer Lufthansa-Maschine zurück nach Deutschland geflogen. Am Sonntag wurde er in Wiesbaden von einer Ermittlungsrichterin angehört.

Von RND/dpa

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