Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Panorama Argentiniens Frauen im Generalstreik gegen Gewalt
Nachrichten Panorama Argentiniens Frauen im Generalstreik gegen Gewalt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:34 20.10.2016
Auch in Costa Rica protestierten schwarz gekleidete Frauen in der Nacht und hielten Mahnwachen ab. Quelle: dpa
Buenos Aires

Nach der brutalen Vergewaltigung und Tötung einer Teenagerin in Argentinien haben Zehntausende Menschen gegen Gewalt gegen Frauen in dem Land protestiert. Die vornehmlich in der Trauerfarbe Schwarz gekleideten Demonstranten erinnerten in Buenos Aires an die 16-jährige Lucia Pérez. Sie war Anfang Oktober gestorben, nachdem sie mutmaßlich unter Drogen gesetzt, von mehreren Männern vergewaltigt und schwer gefoltert worden war. Auch in zahlreichen weiteren Städten des Landes gab es am Mittwoch Kundgebungen, zu denen die Fraueninitiative „#Ni Una Menos“ (Nicht eine weniger) aufgerufen hatte.

Mehrere Tausend Frauen legten vor den Demonstrationen demonstrativ ihre Arbeit für eine Stunde nieder. Auf den Straßen von Buenos Aires waren die schwarz gekleideten Frauen zu sehen, die dem Streikaufruf folgten, wie die Nachrichtenagentur Télam berichtete. Mehrere Nachrichtensendungen im Fernsehen wurden am Mittwochmittag (Ortszeit) zur Streikstunde nur von Männern geführt, weil die Journalistinnen an dem Protest teilnahmen. „Wenn ihr eine von uns anfasst, werden wir alle reagieren“ und „Machismus tötet“, stand auf Schildern geschrieben, die die Demonstranten in den Händen trugen.

Mädchen stirbt an Überdosis Kokain

Das 16 Jahre alte Mädchen starb, weil ihm die beiden Vergewaltiger nach Angaben der zuständigen Staatsanwältin eine hohe Menge Kokain gegeben hatten. Die mutmaßlichen Täter wurden verhaftet. Im laufenden Monat Oktober wurden in Argentinien schon 19 Frauen von Männern ermordet. 2015 wurden 286 sogenannte Femizide verzeichnet und 3746 Vergewaltigungen angezeigt. Bei der ersten Demonstration gegen Gewalt gegen Frauen im Juni 2015 hatten sich in Buenos Aires 200.000 Menschen versammelt.

Eine ähnliche Bewegung gibt es auch in Peru. Dort demonstrierten im August rund 150 000 Menschen in Lima und anderen Städten bei einer der bisher größten Kundgebungen Perus gegen Übergriffe auf Frauen und die im Land vorherrschende Macho-Kultur. Das Motto lautete: „Wer eine anfasst, fasst alle an.“ In Peru wurden in diesem Jahr bis August schon 54 Frauen getötet. Damit hat Peru nach Darstellung von Frauenministerin Ana Romero Lozada weltweit einen der höchsten Werte bei gewaltsamen Übergriffen auf Frauen, gemessen an der Bevölkerungszahl.

Von Juan Garff

Vier Jugendliche vergewaltigten im Februar eine 14-Jährige und legten sie bei Eiseskälte in einen Hinterhof. Eine Freundin filmte das Verbrechen. Das Landgericht Hamburg hat die Täter dafür zu Haftstrafen verurteilt – aber fast alle zur Bewährung.

20.10.2016
Panorama Messerstecherei nach Facebookpost - Attacke wegen Mathe-Rätsel: Richter hat Zweifel

Im eskalierten Matherätsel-Streit von Wismar hat Angreifer Alexander L. die Messerattacke auf den 19-jährigen Robert gestanden. Dem Richter kommen dennoch Zweifel. Konkret geht es um die Zufälligkeit der Begegnung von Opfer und Täter.

20.10.2016
Panorama Polizei warnt vor Phänomen - Immer mehr Attacken von Horror-Clowns

Ein makabrer Trend aus den USA breitet sich auch in Deutschland aus: Als Clown verkleidete Menschen lauern anderen im Dunkeln auf – und erschrecken sie. Mitunter fließt dann auch Blut. Die Polizei ist genervt – und warnt potenzielle Nachahmer.

21.10.2016