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Panorama Bundesgerichtshof hebt Strafausspruch gegen Vergewaltiger auf
Nachrichten Panorama Bundesgerichtshof hebt Strafausspruch gegen Vergewaltiger auf
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15:23 06.06.2018
Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen den Täter im Fall der Vergewaltigung nahe Bonn teilweise aufgehoben. Quelle: dpa
Karlsruhe/Bonn

Nach der Vergewaltigung einer Camperin in der Siegaue bei Bonn hat der Bundesgerichtshof das Urteil gegen den Täter teilweise aufgehoben. Die obersten deutschen Strafrichter bestätigten zwar den Schuldspruch, das Bonner Gericht muss aber die Schuldfähigkeit erneut prüfen.

Im April 2017 soll der Angeklagte ein junges Paar aus der Nähe von Freiburg in ihrem Zelt überfallen haben. Er bedrohte seine Opfer mit einer Astsäge und vergewaltigte die damals 23 Jahre alte Frau. Im Prozess vor dem Bonner Landgericht bestritt der abgelehnte Asylbewerber aus Ghana die Tat. Die Richter verurteilten den 32-Jährigen im Oktober wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung zu elfeinhalb Jahren Haft.

Strafmaß könnte verringert werden

Laut Bundesgerichtshof wurde in dem Prozess jedoch nicht ausreichend dargelegt, inwieweit sich die Persönlichkeitsstörung des Angeklagten auf die Tat ausgewirkt habe. Das teilte der BGH am Mittwoch mit. Deshalb müsse das Landgericht nun eine mögliche verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten prüfen und das Strafmaß neu festlegen.

Den Schuldspruch - also die Verurteilung wegen Vergewaltigung und räuberischer Erpressung - bestätigte der BGH. Falls aber eine andere Kammer des Landgerichts nun zu dem Ergebnis komme, dass der Angeklagte bei der Tat vermindert schuldfähig war, könne seine Strafe geringer ausfallen, erläuterte eine BGH-Sprecherin.

Das Landgericht hatte auf Grundlage eines psychiatrischen Gutachtens eine Persönlichkeitsstörung des Angeklagten angenommen. Bei der Tat sei die Steuerungsfähigkeit des Mannes jedoch nicht eingeschränkt gewesen. Dies sah der BGH nicht ausreichend belegt.

Von RND/dpa

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