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Panorama Drei Verletzte bei Raser-Unfall in Berlin
Nachrichten Panorama Drei Verletzte bei Raser-Unfall in Berlin
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13:50 04.10.2016
In Berlin fallen immer wieder Raser auf, die teils nur für kurze Strecken ihre Autos massiv und lautstark beschleunigen. Quelle: dpa/Symbolfoto
Berlin

Bei einem Unfall während eines offenbar illegalen Autorennens in Berlin sind drei Menschen verletzt worden. Ein 24-Jähriger, der am Steuer eines der beiden mit hoher Geschwindigkeit fahrenden BMW saß, erwischte es dabei besonders schwer. Er wurde mit Kopf- und Rückenverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Wie Zeugen berichteten, sollen sich zwei BMWs am Montagabend in Berlin auf der Residenzstraße ein Wettrennen geliefert haben. Nach einem Stopp an einer Ampel sollen beide Fahrer Gas gegeben haben und mit überhöhter Geschwindigkeit davongerast sein.

Schlagstock im Auto gefunden

Kurz darauf stieß einer der Wagen mit dem Auto einer 19-Jährigen zusammen. Nach Polizeiangaben soll die junge Frau allerdings die Vorfahrt missachtet haben.

Das Fahrzeug des 24-jährigen Unfallverursachers prallte anschließend noch gegen ein weiteres, geparktes Auto. Die 19-jährige Autofahrerin und ihre Beifahrerin erlitten leichte Kopfverletzungen, die ambulant behandelt wurden.

Der andere mutmaßliche Raser flüchtete. Der 31-Jährige konnte aber später in seiner Wohnung ausfindig gemacht werden. Beide BMW-Fahrer müssen sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. Die Führerscheine und Fahrzeuge wurden beschlagnahmt.

Gegen den 24-Jährigen wird außerdem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, weil in seinem Auto ein Teleskopschlagstock gefunden wurde.

Todesopfer bei früherem Rennen

In Berlin müssen sich derzeit zwei mutmaßliche Raser wegen Mordes vor Gericht verantworten. Die beiden Angeklagten sollen sich ebenfalls ein illegales Rennen geliefert haben. Eines der Fahrzeuge kollidierte mit dem Auto eines Unbeteiligten, dessen Fahrer starb. Der Bundesrat beschloss kürzlich eine Gesetzesinitiative, wonach die Teilnahme an solchen Rennen nicht mehr wie bisher nur als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat gelten soll.

Von afp/dpa/RND/zys