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Panorama Erpresser verteilt giftiges Marzipan an Schulen
Nachrichten Panorama Erpresser verteilt giftiges Marzipan an Schulen
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11:20 16.09.2016
Die Polizei rät vor Verzehr des Marzipans dringend ab.  Quelle: dpa
Kiel

 Adressat der Erpressung sei ein Kieler Unternehmen, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Freitag mit. Schwere gesundheitliche Folgen schließt das toxologische Gutachten zwar aus, „die Einnahme des Marzipans hätte aber zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können“, sagte LKA-Sprecherin Jana Maring. Es könnte im schlimmsten Fall zu schweren Magenkrämpfen kommen.

Per Mail kam die erste Drohung

Vor der Kieler Reventlouschule waren am Dienstagmorgen Marzipanherzen gefunden worden, die laut einem anonymen Schreiben vergiftet waren. Die Schulrätin hatte sich nach der Email an alle Grund- und weiterführenden Schulen der Landeshauptstadt gewandt und die Lehrer aufgerufen, auf „ungewöhnliche Vorkommnisse“ an den Schulen zu achten.

Weitere Drohungen am Freitagmorgen

Der Erpresser habe am frühen Freitagmorgen weitere Drohungen gegen Schulen in Kiel ausgesprochen. Daraufhin habe die Polizei mit der Durchsuchung von drei Schulen begonnen. „Die Ernsthaftigkeit und Gefährlichkeit der Drohungen können wir zurzeit nicht abschließend bewerten“, hieß es in der Mitteilung des LKA. Die Polizei stehe weiter in engem Austausch mit Verantwortlichen von Schule und Schulverwaltung.

Weitere Einzelheiten teilten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht mit. Allerdings bat das LKA erneut um Vorsicht bei aufgefundenen Lebensmitteln. Von deren Verzehr werde „dringend abgeraten“.

  • +++ Überblick +++

    - Coop wird erpresst
    - Unterricht an vier Schulen fiel aus: Drei Schulen wurden durchsucht
    - Einsatz ist mittlerweile abgeschlossen
    - Verdächtige Gegenstände an zwei Schulen "nicht gefährlich"




  • 16.09.16 16:29
    +++ 18.41 Uhr: Ende des Liveblogs +++

    An dieser Stelle beenden wir den Liveblog. Sollte es neue Entwicklungen geben, nehmen wir die Berichterstattung an dieser Stelle wieder auf.






  • 16.09.16 16:01
    +++ 18.00 Uhr: Keine weitere Drohung +++

    Die Landespolizei Kiel stellte am Freitagabend klar, dass es keine weitere konkrete Drohung gibt.
  • 16.09.16 14:39
    +++ 16.37 Uhr: Loßack zieht Bilanz +++


    An der Muhlius- und der Hebbelschule wurden verdächtige Gegenstände gefunden. Die Polizei sperrte die Straßen rund um die Schulen mit Flatterband ab. „Alles wieder gut!“, hieß es mittags auf der Homepage der Muhliusschule. „Alles lief entspannt und ohne Angst und Tränen ab.“ Auch Bildungsstaatssekretär Dirk Loßack äußerte sich am Nachmittag zufrieden: „Die Evakuierung der Schulen hat gut geklappt.“ Die Zusammenarbeit mit den Eltern sei gut gewesen.

  • 16.09.16 14:23
    +++ 16.22 Uhr: Vorsicht ist geboten +++

    Nach Angaben des Landeskriminalamts geht es um einen Fall schwerer Erpressung. Die Bedrohungsszenarien gegen die Schulen würden ernst genommen, sagte Polizei-Pressesprecher Oliver Pohl. Die Ermittler rieten zur Vorsicht bei gefundenen Lebensmitteln.

  • 16.09.16 13:46
    +++ 15.44 Uhr: Coop bestätigt Erpressung +++

    Die Coop eG hat am Freitagnachmittag die Erpressung bestätigt. Unbekannte drohten demnach Anfang der Woche "damit, manipulierte Lebensmittel rund um Kieler Schulen zu verteilen", hieß es in einer Pressemitteilung. Coop stünde in Kontakt mit Sicherheitsbehörden. Die Polizei stellte klar, derzeit gibt es keine weitere konkrete Drohung.
  • 16.09.16 13:18
    +++ 15.15 Uhr: Was der Erpesser fordert +++

    In Kiel wird die Lebensmittelgenossenschaft Coop erpresst. Ersten Informationen zufolge fordert der Unbekannte einen Betrag in Millionenhöhe. Die Polizei will sich dazu nicht äußern.

    Die Drohungen, die per E-Mail versandt wurden, bezogen sich bislang auf Schulen. Deshalb fiel am Freitagvormittag auch der Unterricht an drei Schulen aus. Kampfmittelräumdienst und Spürhunde waren vor Ort.
  • 16.09.16 12:08
    +++ 14.05 Uhr: Durchsuchungen komplett abgeschlossen+++

    Das Landeskriminalamt hat die Durchsuchungen komplett abgeschlossen. Dabei wurden an der Muhliusschule zwei Gegenstände und an der Hebbelschule ein Gegenstand gefunden und vom Kampfmittelräumdienst untersucht. Diese Gegenstände haben sich als ungefährlich herausgestellt. Das Bürgertelefon ist weiterhin unter der Rufnummer 0431 160 6666 geschaltet. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Kiel unter dem Polizeiruf 110 entgegen.
  • 16.09.16 11:40
    +++ 13.38 Uhr: Schüler können Gegenstände abholen +++

    Die Käthe-Kollwitz-Schule vermeldet, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Unterlagen und Fahrräder heute bis 14:30 Uhr abholen können. Dafür sollen sie bitte sich bei der Schulleitung, um Zutritt in die Klassenräume zu erhalten. Die Fahrräder, die nicht abgeschlossen waren, stehen sicher verwahrt in der Schule. Morgen ist zu diesem Zweck die Schule ebenfalls von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr geöffnet. Die Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule können am Montag auch ohne Fahrtkarte die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, um zur Schule zu kommen. Dies wird den Fahrern per Dienstanweisung mitgeteilt. Der Unterricht am Montag findet nach Plan statt.
  • 16.09.16 11:21
    +++ 13.18 Uhr: Coop in den Schlagzeilen +++

    Die Lebensmittelgenossenschaft Coop steht seit Wochen in den Schlagzeilen, denn das Unternehmen will mit Rewe verschmelzen. In einer vorläufigen Einschätzung hat das Bundeskartellamt Ende Juli signalisiert, dass es unter Auflagen einer Übernahme der rund 200 Sky- und Plaza-Märkte durch den Kölner Handelsriesen zustimmen könnte.

    Knapp 1,26 Milliarden Euro Umsatz hat Coop im Geschäftsjahr 2015 gemacht. Das waren 1,3 Prozent (17,1 Millionen) weniger als im Vorjahr. Der operative Verlust lag bei 7,6 Millionen Euro. Als Coop die Geschäftszahlen vorstellte, hatten die Vorstände Thorsten Tygges und Rüdiger Kasch deutlich gemacht, dass das Unternehmen ohne starken Partner auf dem Markt nicht mehr bestehen kann. Geplant ist daher eine Betreibergesellschaft namens Supermarkt Nord GmbH & Co. KG mit Sitz in Kiel. Rewe soll 55 Prozent der Anteile halten, Coop 45 Prozent.



  • 16.09.16 11:08
    +++ 13.07 Uhr: Was wir bis jetzt wissen +++

    Bei den an der Reventlou-Schule gefundenen manipulierten Marzipanherzen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen Fall schwerer Erpressung gegen die Lebensmittelgenossenschaft Coop aus Kiel.

    Wie das Landeskriminalamt mitteilte, sprach ein Unbekannter am Freitagmorgen erneut Drohungen gegen Schulen in Kiel aus. Deshalb wurden die Muhliusschule, die Käthe-Kollwitz-Schule und die Hebbelschule gesperrt. Vorsorglich fiel auch der Unterricht an der Reventlou-Schule aus.

    Kampfmittelräumdienst und Spürhunde waren im Einsatz. Vor der ersten Schule - der Muhliusschule - wurde einem Sprecher zufolge ein verdächtiger Gegenstand gefunden, der nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes aber nicht gefährlich ist.

    Ein weiterer, verdächtiger Gegenstand wurde an der Hebbelschule entdeckt. Hier ist noch unklar, welche Gefahr von dem Fund ausgeht.

    Der Unterricht fiel am Freitag an vier Schulen aus. Nach Informationen der Schulleitungen soll er am Montag wieder aufgenommen werden.



  • 16.09.16 10:54
    +++ 12.50 Uhr: Coop wird erpresst +++

    Bei dem betroffenen Kieler Unternehmen, welches erpresst wird, handelt es sich nach Informationen der Kieler Nachrichten um die Lebensmittelgenossenschaft Coop. Nach unseren Informationen wurden die Erpresserschreiben per E-Mail versandt.
  • 16.09.16 10:31
    +++ 12.30 Uhr: Einsatz an der Käthe-Kollwitz-Schule beendet +++

    Nachdem keine verdächtigen Gegenstände in dem Gebäude der Käthe-Kollwitz-Schule sichergestellt wurden, hat die Polizei den Einsatz vor Ort beendet. Der Unterricht findet Montag wie gehabt statt.
  • 16.09.16 10:12
    +++ 12.10 Uhr: Aktuelle Infos von den Schulen +++

    Zur aktuellen Lage informieren die drei betroffenen Kieler Schulen auch auf ihren Homepages.

  • 16.09.16 10:04
    +++ 12.03 Uhr: Zwischenstand Käthe-Kollwitz-Schule +++

    Entwarnung: An der Käthe-Kollwitz-Schule in Kiel haben Hunde keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Die Beamten gehen abschließend noch einmal durchs Gebäude, rechnen allerdings damit, dass keine verdächtigen Gegenstände gefunden werden und der Einsatz in einer halben Stunde beendet werden kann.

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Von RND/dpa/gme

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