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Panorama Ex-Manager gesteht millionenschweren Betrug an Alanis Morissette
Nachrichten Panorama Ex-Manager gesteht millionenschweren Betrug an Alanis Morissette
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22:28 19.01.2017
Morissette hat ihren Manager bereits 2016 in einer Zivilklage belangt. Quelle: epa
Los Angeles

Ein ehemaliger Manager von Alanis Morissette hat sich des millionenschweren Betrugs an der kanadisch-amerikanischen Sängerin schuldig bekannt. Jonathan Todd Schwartz habe umfassend mit Ermittlern kooperiert und die Verantwortung für sein Tun übernommen, sagte sein Anwalt Nathan Hochman. Das Geständnis ist Teil einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft, nach der er mit vier bis sechs Jahren Haft rechnen kann. Auf die Vorwürfe können aber bis zu 23 Jahre Gefängnis stehen.

Laut der Staatsanwaltschaft räumte Schwartz ein, Morissette zwischen Mai 2010 und Januar 2014 um 4,8 Millionen Dollar (rund 4,5 Millionen Euro) erleichtert zu haben. Er habe auch gestanden, 2,3 Millionen Dollar von fünf anderen Prominenten unterschlagen zu haben. Deren Namen wurden indes weder in Gerichtsakten noch von Anwälten genannt.

Gelder als „sonstige/persönliche Ausgaben“ deklariert

Schwartz soll Abhebungen von Morissettes Geld fälschlicherweise als „sonstige/persönliche Ausgaben“ aufgeführt haben, um sein Verbrechen zu verschleiern. Als die Sängerin ihn damit konfrontiert habe, habe Schwartz gelogen und erklärt, er habe das Geld in ein illegales Geschäft zum Anbau von Marihuana investiert, teilten Staatsanwälte mit.

Als Angestellter der Managementfirma GSO hatte Schwartz einige Stars finanziell beraten. So vertrat er unter anderem die Sängerinnen Beyoncé und Mariah Carey, die 2016 bei einer Spendenveranstaltung zugunsten von Herzkranken auftraten, die er gegründet hatte.

Neuer Manager ließ Betrug auffliegen

Schwartz flog auf, als Morissette ihre Finanzen von einem anderen Anbieter verwalten ließ: Ihr neuer Manager stellte fest, dass Millionen von Dollar fehlten und kontakierte GSO, wie es in der Klageschrift hieß.

Nach Prüfung der Arbeit von Schwartz stieß die Firma dann auf andere Diebstähle, sagte GSO-Anwalt Chris Reeder. Er habe Schwartz nach dessen Entlassung verklagt. GSO habe seitdem das gesamte Geld erstattet, das Klienten gestohlen worden sei. Aus einer noch anhängigen Klage von GSO geht hervor, dass Schwartz sich mit seiner Beute seinen luxuriösen Lebenstil finanziert hat.

Morissette erzielte im eigenen Klageverfahren gegen Schwartz und die Firma einen Vergleich, wie beide Seiten im vergangenen Jahr mitteilten. Schwarz muss am 1. Februar vor Gericht erscheinen.

Von RND/ap