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Panorama Familie von Tramperin wehrt sich gegen Hasskommentare
Nachrichten Panorama Familie von Tramperin wehrt sich gegen Hasskommentare
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15:32 21.06.2018
Die Familie der vermissten Tramperin wehrt sich gegen Hasskommentare in sozialen Netzwerken. Quelle: dpa
Leipzig/Bamberg

Familie und Freunde der vermissten Tramperin Sophia L. wehren sich gegen rechte Hasskommentare. „Wir möchten darauf hinweisen, dass die Nationalität eines möglichen Täters nichts mit seinen Taten zu tun hat“, schrieb der Bruder der 28-Jährigen am Donnerstag in einem Brief an die Medien. Darin bat er auch um Sensibilität.

Seine Schwester sei in der Unterstützung von Flüchtlingen aktiv und engagiere sich gegen Rechts. „Sophia würde unter keinen Umständen wollen, dass auf ihre Kosten rassistische Hetze betrieben wird, wie es teils schon geschehen ist.“ Medienberichten zufolge stammt der Tatverdächtige aus Marokko. Polizei und Staatsanwaltschaft machen dazu keine Angaben.

Hasskommentare bis hin zu Morddrohungen

Einige Angehörige und Freunde hätten Hasskommentare bis hin zu Morddrohungen erhalten. Es sei unerträglich, wie das Verschwinden seiner Schwester von Rassisten instrumentalisiert werde, bevor überhaupt Klarheit herrsche, was passiert sei. Sophia L. verschwand vor einer Woche beim Trampen von Leipzig nach Bayern. Die Polizei vermutet ein Gewaltverbrechen. Ein Verdächtiger wurde festgenommen.

Lastwagenfahrer dringend tatverdächtig

Die Studentin, die aus Amberg in der Oberpfalz stammt, wollte am Donnerstag vor einer Woche nach Bayern trampen, dort kam sie aber nie an. Sie soll an einer Tankstelle nahe dem Leipziger Flughafen in einen Lastwagen gestiegen sein. Danach verliert sich ihre Spur. Am Dienstag teilten die Ermittlungsbehörden mit, dass ein Mann in Spanien festgenommen wurde. Er sei dringend verdächtig, die Tramperin getötet zu haben.

Von RND/dpa