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Panorama Lange Haftstrafen im Fall Anneli
Nachrichten Panorama Lange Haftstrafen im Fall Anneli
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15:21 05.09.2016
Einer der zwei Verurteilten versteckt beim Gerichtsprozess in Dresden sein Gesicht hinter einem Aktenordner. Quelle: Christian Essler/dpa
Dresden

Die beiden Entführer der Unternehmertochter Anneli-Marie sollen für Jahre ins Gefängnis. Das Dresdner Landgericht verurteilte Markus B. und Norbert K. wegen Mordes in Tateinheit mit erpresserischem Menschenraub mit Todesfolge. Bei Markus B., der eine lebenslange Gefängnisstrafe erhielt, wurde zudem eine besondere Schwere der Schuld festgestellt. Sein Komplize Norbert K. soll laut Urteil der Schwurgerichtskammer für achteinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, dagegen kann Revision eingelegt werden.

Der heute 40-jährige Markus B. und der 62-jährige Norbert K. haben die Gymnasiastin nach Überzeugung der Kammer am 13. August 2015 im sächsischen Klipphausen entführt, um 1,2 Millionen Euro zu erpressen. An das Geld kamen sie aber nicht. Die Jugendliche wurde am nächsten Tag erdrosselt und erstickte.  Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe für Markus B. gefordert, da er Anneli-Marie aus Angst vor Entdeckung rücksichtslos und brutal getötet habe. Zudem hatte die Feststellung der Schwere der Schuld beantragt.

Bei Norbert K. hatte die Anklage auf Mord durch Unterlassen plädiert, weil er die Jugendliche mehrfach hätte retten können. Da der 62-Jährige bei der Aufklärung half und im Gegensatz zu Markus B. nicht vorbestraft ist, hatte die Staatsanwaltschaft auf 15 Jahren Freiheitsstrafe plädiert. Die Verteidigung sah dagegen keine Beweise für den Mordvorwurf gegen B. und hatte "im Zweifel zugunsten des Angeklagten" zwölf Jahre Freiheitsstrafe verlangt, der Anwalt von Norbert K. wegen Beihilfe vier Jahre und fünf Monate.

Hintergrund: Lebenslange Haft und besondere Schwere der Schuld

Lebenslange Haft ist die höchste Strafe in Deutschland. Sie wird am häufigsten bei Mord verhängt. Frühestens nach 15 Jahren kann die lebenslange Haft zur Bewährung ausgesetzt werden. Wird der Antrag eines Verurteilten auf Aussetzung der Reststrafe abgelehnt, kann er alle zwei Jahre neu gestellt werden. Wenn das Gericht eine besondere Schwere der Schuld festgestellt hat, kann der Täter allerdings nur in Ausnahmefällen - etwa bei hohem Alter oder schwerer Krankheit - nach 15 Jahren freikommen. Eine besondere Schwere der Schuld kann vorliegen, wenn die Tat besonders verwerflich war, der Täter sehr brutal und grausam vorgegangen ist oder dem Opfer große Qualen zufügt hat.

RND/dpa

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