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Panorama Gerst hilft US-Astronauten bei Außeneinsatz
Nachrichten Panorama Gerst hilft US-Astronauten bei Außeneinsatz
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21:46 14.06.2018
Die Astronauten Ricky Arnold (l.) und Drew Feustel (r.) bereiten sich an Bord der ISS auf eine Spacewalk vor. Die Astronautin Serena Aunon-Chancellor (oben) und der Deutsche Alexander Gerst (unten) helfen ihnen dabei. Quelle: NASA TV/dpa
Moskau

Wenige Tage nach seiner Rückkehr zur Internationalen Raumstation (ISS) hat der deutsche Astronaut Alexander Gerst bei einem Außeneinsatz von US-Raumfahrern geholfen. Der 42-jährige Geophysiker aus Baden-Württemberg unterstützte seine beiden US-Kollegen Drew Feustel und Ricky Arnold am Donnerstag bei wichtigen Wartungsarbeiten im freien Weltall.

„Gerst schlägt sich bei dieser Aufgabe sehr gut“, sagte Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) der Deutschen Presse-Agentur. „Er hat dafür trainiert“, sagte der DLR-Leiter von Gersts Mission „Horizons“. Auf die Mission hatte sich Gerst rund zweieinhalb Jahre in den USA, Russland und Deutschland vorbereitet.

Sieben Stunden langer Einsatz an der ISS-Außenwand

Feustel und Arnold arbeiteten fast sieben Stunden schwerelos in ihren weißen Raumanzügen an der Außenwand der ISS. Unter anderem montierten sie hochauflösende Kameras am Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde. Die Kameras sollen künftig beim Andocken neuer US-Raumkapseln der privaten Firmen SpaceX und Boeing zum Einsatz kommen.

Gerst half Feustel und Arnold zunächst beim Anlegen ihrer Raumanzüge. Im roten Polo-Hemd traf er Sicherheitsvorkehrungen und ging Checklisten durch. Später half er ihnen auch wieder bei der Rückkehr in die Raumstation.

Gerst ist seit Freitag auf der ISS

Gersts Aufgabe bei dem Außeneinsatz sei es gewesen, die Kollegen von innen zu unterstützen, erklärte Schmid. Er beobachte die Aktivitäten von der Cupola aus und passe auf, dass alles planmäßig ablaufe. Die Cupola ist eine Art Beobachtungsposten mit Rundumblick auf der ISS. Zudem sei Gerst Bindeglied zwischen den Astronauten und der Bodenkontrolle, falls die Kommunikation nicht klar sei.

Vergangenen Freitag war Gerst zusammen mit dem Russen Sergej Prokopjew und der US-Amerikanerin Serena Auñón-Chancellor zu einer gut sechsmonatigen Forschungsmission auf der ISS angekommen. Auch Auñón-Chancellor half ihren beiden Kollegen beim Außeneinsatz von innen, indem sie einen Roboterarm bediente.

Gerst soll bis Dezember auf der ISS leben und forschen. Ob er im Laufe der Mission selbst zu einem Außeneinsatz in den Raumeinzug schlüpfen wird, war zunächst offen. Bei seinem ersten Aufenthalt in dem Weltraumlabor 2014 hatte er einen Außeneinsatz. Im Herbst darf Gerst das Kommando auf der ISS übernehmen – als erster Deutscher überhaupt.

Von RND/dpa