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Panorama Ist Nacktsonnen auf dem Balkon erlaubt?
Nachrichten Panorama Ist Nacktsonnen auf dem Balkon erlaubt?
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12:18 07.06.2018
Nackt Sonnebaden im Plattenbau? Das könnte den Hausfrieden stören. Quelle: dpa
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Hannover

Grillen gehört immer noch zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Wer keinen Garten hat, dem bleibt als Grill-Location nur der Balkon oder die freie Natur. Aber darf man im Park und auf seinem Balkon einfach so grillen? Und darf man auf seinem Balkon bei tollem Wetter nackt sonnenbaden? Wo ist was erlaubt?

Der eigene Garten

Das Barbecue im Garten und auf der Terrasse sorgt in der Regel nicht für Zoff mit den Nachbarn. Im Garten des Mietshauses oder in der Reihenhaussiedlung sieht das manchmal schon anders aus – nicht jedem gefällt Grillgeruch oder Rauch vor seinem Fenster. Ein grundsätzliches Recht auf Grillen gibt es nicht. Auch gibt es im Miet- oder Wohnungsrecht keine konkreten Regeln – es gilt die Pflicht zur Rücksichtnahme.

Nackte Haut im Garten: Wer einen Garten mitgemietet hat, kann sich darin oft einige Freiheiten erlauben. Auch auf das Sonnen ohne Bekleidung wollen viele nicht verzichten. Und der Vermieter hat dies meist zu dulden. Der Vermieter kann einem Mieter, der sich nackt im Garten sonnt, nicht einfach kündigen. Denn nicht in jedem Fall wird der Hausfrieden dadurch so nachhaltig beeinträchtigt, dass eine fristlose Kündigung gerechtfertigt ist. Wer sich also nackt sonnt, im Garten duscht oder ohne Bekleidung im Pool planscht, begeht keine Straftat oder Ordnungswidrigkeit. Am Ende entscheidet aber der Einzelfall – und ob die Allgemeinheit belästigt wird. Ist das der Fall, begeht der Nackte im Garten eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 1000 Euro Strafe geahndet werden kann.

Balkonien in der Stadt

Auch beim Grillen auf dem Balkon gilt: Ein Verbot gibt es nicht. Aber eben auch kein Recht auf das Grillen. Prinzipiell ist es zwar erlaubt, doch der Vermieter kann es im Mietvertrag untersagen. Ist das nicht der Fall, bedeutet das allerdings keinen Freifahrtschein: Wer seine Nachbarn mit Qualm einnebelt, begeht laut Gerichtsurteil eine Ordnungswidrigkeit und muss entsprechend eine Geldbuße begleichen. Grillen am laufenden Band ist ebenfalls nicht erlaubt, auch wenn es hier unterschiedliche Urteile gibt. Das Amtsgericht Bonn zum Beispiel hat entschieden, dass von April bis September einmal pro Monat auf dem Balkon gegrillt werden darf. Wer keinen Ärger mit den Nachbarn haben möchte, kann sie ja zumindest ab und an zur Grillparty mit einladen oder ihnen ein paar frisch gegrillte Würste abgeben.

Wer sich gerne nackt auf dem Balkon sonnt, kann das tun. Mieter können ihren Balkon in der Regel nutzen, wie sie möchten. Allerdings gilt das allgemeine Gebot der Rücksichtnahme. Darauf weist der Eigentümerverband Haus und Grund Deutschland hin. Sobald das Nacktsonnen aber den Hausfrieden stört oder gar die Hausordnung verletzt, muss nicht nur mit Bußgeldern rechnen, sondern könnte auch noch gekündigt werden. So sollte zum Beispiel beim Sonnenbaden das allgemeine ästhetische Empfinden beherzigt werden. FKK-Sonnen kann also Ärger geben. Auch beim Rauchen und Musikhören muss darauf geachtet werden, dass Nachbarn sich nicht übermäßig gestört fühlen. Sex auf dem Balkon kann ebenfalls den Hausfrieden stören – wenn die anderen Mieter akustisch oder optisch belästigt werden – und ein Kündigungsgrund sein.

Öffentliche Grünflächen und Parks

Die schlechte Nachricht für alle Grillmeister: Es gibt kein allgemein gültiges Gesetz zum Grillen in Parks oder auf Grünflächen. Städte und Gemeinden entscheiden jeweils selbst, was auf ihren Flächen erlaubt ist. Auch die Jahres- und Uhrzeiten regeln die Städte selbst. Wenn beispielsweise Brandgefahr herrscht, kann das öffentliche Grillen von einer Stadt verboten werden. Also einfach an die Regeln der jeweiligen Stadt oder Kommune halten, und dem Barbecue im Park steht nichts entgegen.

Einige Städte und Kommunen dulden das Nacktsonnen in bestimmten Parks oder öffentlichen Flächen. Aber auch hier gilt: Jede Stadt entscheidet selbst. Ist FKK nicht ausdrücklich geduldet, droht dem nackten Sonnenanbeter schnell eine Strafe. Erregung öffentlichen Ärgernisses ist ein Straftatbestand. Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft – das regelt der Paragraf 183a des Strafgesetzbuchs. Wichtig dabei ist: Der Täter muss dabei nicht sexuell erregt sein – allein das Ausziehen in der Öffentlichkeit kann also schon Erregung öffentlichen Ärgernisses sein.

Von top/RND

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