Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Kaninchen-Video soll polnische Geburtenrate anheben

Kampagne des Gesundheitsministeriums Kaninchen-Video soll polnische Geburtenrate anheben

Mit einem 30-sekündigen Werbevideo will das polnische Gesundheitsministerium die sinkende Geburtenrate wieder anheben. Dabei sollen sich die Menschen ein Beispiel an Kaninchen nehmen.

Voriger Artikel
Charlie Sheen weist Missbrauchsvorwürfe zurück
Nächster Artikel
Pink Floyd verklagt deutschen Musikfan

Mit einem Kaninchen-Video will die polnische Regierung die Geburtenrate nach oben treiben.

Quelle: dpa

Warschau. „Folgen Sie dem Beispiel der Kaninchen“, heißt es in dem kurzen Werbespott des polnischen Gesundheitsministeriums. In dem Video hoppeln die Nager über eine grüne Wiese, verputzen Salat und Karotten und entspannen in der Sonne. Während ein Mann und eine Frau inmitten der Kaninchen-Wiese ein romantisches Picknick veranstalten, preist der Sprecher die Vorzüge einer großen Hasenfamilie an. Die Zuschauer werden aufgefordert, es den sich fleißig vermehrenden Tierchen gleichzutun und sich weiter fortzupflanzen.

Das Video ist Teil einer Kampagne des polnischen Gesundheitsministeriums und soll der sinkenden Geburtenrate des Landes entgegenwirken. Seit 1990 weist Polen ein Geburtendefizit auf. Laut dem Statistischen Bundesamt bekommt eine polnische Frau durchschnittlich 1,32 Kinder, in Deutschland sind es 1,50. Der EU-Durchschnitt liegt bei 1,58 Kindern pro Frau.Mit 1,96 Kindern führen die Franzosen die Liste an.

Die konservative Regierung in Polen hat mit verschiedenen Maßnahmen versucht, der rückläufigen Bevölkerungszahl entgegenzuwirken. 2016 wurde etwa das Programm „Familie 500 plus“ beschlossen. Mithilfe eines neuen Gesetzes sollen zum Beispiel die Eröffnungen von Krippen erleichtert werden. Außerdem erhalten Eltern 500 Zloty monatlich für das zweite und jedes weitere Kind. Das Programm ist eines der wichtigsten Wahlversprechen der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS).

Von RND/AP/mkr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr aus Panorama