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Panorama Katzenberger darf nicht zu Soldaten nach Afghanistan
Nachrichten Panorama Katzenberger darf nicht zu Soldaten nach Afghanistan
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20:22 07.01.2011
Daniela Katzenberger wollte die Soldaten mit ein paar Liedern aufmuntern. Das Führungskommando lehnte dankend ab. Quelle: dpa (Archiv)
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Sie hat mit fast allen Waffen einer Frau gekämpft und ihr Ziel doch verfehlt. Daniela Katzenberger, Deutschlands üppigste TV-Blondine, wird auf absehbare Zeit nicht zur Truppenbetreuung nach Afghanistan reisen. Die Bundeswehr hat ein entsprechendes Angebot des Fernsehsternchens zwar nicht ein für allemal abgelehnt, aber einstweilen doch auf die lange Bank gelegt, wie das Einsatzführungskommando in Potsdam bestätigte. Das Risiko ist zu groß.

Katzenberger wollte die Soldaten in Kundus, Masar-i-Scharif und Feisabad eigentlich noch vor Weihnachten mit ein paar Liedchen aufmuntern, nachdem SPD-Chef Sigmar Gabriel lästerliche Bemerkungen über den Besuch des Verteidigungsministers und seiner Frau am Hindukusch rausgerutscht waren. Gabriel hatte süffisant kommentiert: „Ich finde, Frau Katzenberger fehlt noch. Da hätten wenigstens die Soldaten was von.“ Während viele Soldaten sauer auf Gabriels Spruch reagierten, witterte Katzenberger eine Chance, die Situation werbewirksam für sich zu nutzen. Gemeinsam mit Gabriel wollte sie an den Hindukusch reisen und schrieb ihm deshalb einen Brief. „Wir zwei mit unserer großen Klappe hätten bestimmt ‘ne Menge Spaß“, heißt es darin. „Wie wäre es denn, wenn Sie mich einfach an den Hindukusch begleiten?“

Offenbar hat Gabriel das Angebot ausgeschlagen. Jedenfalls gehört „die Katze“, wie sie von ihren Fans genannt wird, nicht zu der kleinen Delegation, mit der Gabriel am Freitag nächster Woche zu einem mehrtägigen Truppenbesuch nach Afghanistan reist. Warum Gabriel die meist nur knapp bekleidete Künstlerin nicht an seiner Seite haben will, ist nicht bekannt. Dass sie ihn aus dem Rampenlicht verdrängt hätte, wäre eher unwahrscheinlich gewesen. Gabriel nimmt weder Fernsehteams noch Fotografen mit.

Der SPD-Vorsitzende will sich über die Lage in Afghanistan informieren, bevor der Bundestag über die Verlängerung des Mandat für den Bundeswehreinsatz am Hindukusch abstimmt. Katzenberger ist dagegen vor allem an Amusement für die Soldaten gelegen. „Und das geht derzeit nicht“, befand das Führungskommando in Potsdam. Sehr viele Soldaten seien derzeit weit außerhalb der Feldlager eingesetzt. Dorthin könne Frau Katzenberger auf gar keinen Fall reisen. Das sei viel zu gefährlich, außerdem dürften die Soldaten im Kampf gegen die Aufständischen nicht abgelenkt werden. „Wir haben Frau Katzenberger deshalb mitgeteilt, dass die Auftragslage unserer Soldaten die angebotene Truppenbetreuung gegenwärtig nicht zulässt“, heißt es in Potsdam. Aber zu einem späteren Zeitpunkt, „wenn sich die Dinge positiv entwickeln“, könne man ja neu entscheiden.

vdb

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