Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Panorama Leipzig: Löwe nach Zoo-Ausbruch erschossen
Nachrichten Panorama Leipzig: Löwe nach Zoo-Ausbruch erschossen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:02 30.09.2016
Für einen der beiden Leipziger Löwen endete der Ausbruch tödlich. Quelle: Jan Woitas/dpa
Leipzig

Nach der Flucht von zwei Löwen am Donnerstagmorgen aus ihrem Gehege im Leipziger Zoo konnte inzwischen wieder weitgehend Entwarnung gegeben werden. Wie Zoo-Direktor Jörg Junhold gegen Mittag auf einer Pressekonferenz erklärte, konnte eine der beiden Großkatzen von den Mitarbeiter um 11.30 Uhr wieder zurück ins Freigehege gedrängt werden. Der zweite Löwe musste getötet werden. Zuvor hatte eine Narkose nicht funktioniert. Das berichtet die „Leipziger Volkszeitung

Der Ausbruch der beiden Etoscha-Löwen Majo und Motshegetsi ereignete sich um 8.40 Uhr aus dem Freigehege noch vor der Öffnung des Tierparks für das Publikum, sagte Junhold. „Danach hat eine Rettungskette lückenlos gegriffen, die Löwen konnten in einem begrenzten Gebiet gesichert werden“, so Junhold. Die Tiere hätten sich nur etwa 20 Meter von der Löwenanlage wegbewegt und sich dann verängstigt zurückgezogen. „Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Besucher, niemand wurde verletzt“, sagte der Leipziger Zoochef.

Schuss tötet Löwen

Etwa 40 Mitarbeiter des Tierparks kreisten die Tiere danach ein. „Wir haben die Polizei auch gebeten, aufgrund eines bestehenden Restrisikos das Rosental abzusichern. Alles hat funktioniert“, erklärte Junhold. Die Zoomitarbeiter hätten danach einen der beiden Löwen mit Hilfe eines Gitters in sein Gehege zurückdrängen können. Bei dem zweiten Löwen kam erst ein Narkoseschuss zur Anwendung. Wie Junhold selbst während der Pressekonferenz von Mitarbeitern erfuhr, habe diese Narkose aber nicht angeschlagen. Die Großkatze wurde dann durch einen weiteren Schuss getötet.

Wie es zum Ausbruch der Tiere kommen konnte, ist bisher noch völlig unklar. Der Zoo-Chef wies darauf hin, dass das Gehege in seiner aktuellen Form seit 15 Jahren benutzt wird und es bisher zu keinen Problemen gekommen sei. „Wir gingen davon aus, dass das Gehege sicher ist“, so Junhold. Experten sollen in den kommenden Tagen die technischen Umstände des Ausbruchs prüfen. Junhold zeigte sich auch erleichtert darüber, dass sich die Flucht der Tiere noch vor der offiziellen Öffnung des Zoos ereignet hatte und dass anschließend alle Sicherungsmaßnahmen perfekt funktioniert hätten.

Der Zoo wurde am Donnerstagvormittag evakuiert, vor dem Eingang bildeten sich Menschentrauben. Quelle: Dirk Knofe

Polizei ist vor Ort

Vor dem Zoo bildeten sich am Donnerstagvormittag Menschentrauben, darunter viele Schulklassen. Die Wartenden wurden durch Mitarbeiter des Tierparks über den Zwischenfall informiert, hieß es. Besucher, die am Morgen gleich ins Gondwanaland gegangenen waren, konnten die Tropenhalle über Zugänge zur Straße verlassen. Auch Sicherheitskräfte der Polizei waren vor Ort.

Die beiden 15 Monate jungen Tiere sind erst seit dem 13. August in der Messestadt. Sie lebten zuvor im Zoo in Basel und waren als Ersatz für den 15 Jahre alten Kater Matadi, der nach dem Tod seines Weibchens in den Tierpark Jadeberg nach Niedersachsen umgezogen war. Seit gute einer Woche waren Majo und Motshegetsi auch auf dem Freigehege des Leipziger Zoos zu sehen.

Zuletzt waren im Oktober 1913 sechs Löwen aus der Obhut des Leipziger Zoo entkommen. Die Tiere sollten damals für die Feierlichkeiten zum hundertsten Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig gezeigt werden und könnten bei der Überführung entkommen. Bei der anschließend als „Leipziger Löwenjagd“ bekannt gewordenen Suche nach den Tieren wurden alle sechs Flüchtigen getötet.

Auch im Wildpark Johannismühle bei Golßen sorgten ausgebrochene Löwen Anfang Juli für Schlagzeilen. Die beiden Tiere entwischten aus ihrem Gehege – Schuld war ein nicht richtig geschlossenes Tor. Das berichtet der „rbb“. Rund 100 Besucher des Parks mussten von Mitarbeitern in Sicherheit gebracht werden. Mit einem Betäubungsgewehr bewaffnet konnten Polizei und eine Tierärztin die geflohenen Tiere wieder einfangen.

Von RND/Matthias Puppe

Im US-Bundesstaat South Carolina hat ein 14-Jähriger zunächst seinen Vater getötet und dann an einer Grundschule um sich geschossen. Zwei Kinder und eine Lehrerin wurden verletzt.

29.09.2016

Eine Deutsche, die in Syrien verschleppt worden war, ist wieder frei – zusammen mit ihrem Kind. Sie hatte es in der Geiselhaft zur Welt gebracht.

28.09.2016
Panorama Rentner gewinnt Mietstreit - Raucher darf in seiner Wohnung bleiben

Der Raucher Friedhelm Adolfs hat den „Kippen-Krieg“ gegen seine Vermieterin gewonnen: Der Rentner darf in seiner Wohnung bleiben – und weiterrauchen wie eh und je. Adolfs gönnte sich direkt eine Sieges-Zigarre.

28.09.2016