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Mormonen-Präsident Monson – Tod mit 90 Jahren

Religionsgemeinschaft Mormonen-Präsident Monson – Tod mit 90 Jahren

Der Präsident von weltweit rund 16 Millionen Mormonen, Thomas S. Monson, ist tot. Wie die „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte, starb Monson am Dienstag im Alter von 90 Jahren in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah.

Thomas M. Monson, Präsident der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“, ist mit 90 Jahren gestorben.

Quelle: AP

Frankfurt a.M.. Ein Nachfolger Monsons sei noch nicht ernannt. Die 1830 vom US-Amerikaner Joseph Smith (1805–1844) gegründete Gemeinschaft gilt als eine der erfolgreichsten Neureligionen und ist US-amerikanisch geprägt.

Der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin zufolge ist die mormonische Lehre mit der biblisch-christlichen Theologie nicht vereinbar. Nach Auffassung der weltweit ökumenisch verbundenen Kirchen gehören die Mormonen nicht zu den christlichen Kirchen. Bekannt sind die meist in dunklen Anzügen gekleideten jungen Missionare, die in aller Welt für ihre Religion werben.

Während Monsons Amtszeit als Präsident sei die Zahl der weltweiten Mitglieder von 13 Millionen auf mehr als 16 Millionen gestiegen, teilte die Religionsgemeinschaft weiter mit. Monson wurde nach dem Tod von Präsident Gordon B. Hinckley Anfang 2008 der 16. Präsident der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“.

Monson ging den Angaben zufolge in Salt Lake City zur Schule und schloss ein Betriebswirtschaftsstudium an der University of Utah 1948 ab, wo er an der Wirtschaftsfakultät unterrichtete. Er diente gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in der US-Marine. Er war auch in der Leitung der amerikanischen Pfadfindervereinigung tätig.

In Deutschland gibt es nach eigenen Angaben der Kirche 40.000 Mormonen. Die Religionsgemeinschaft ist in Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt.

Von epd

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