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Panorama Muss Baby Charlie leiden?
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18:54 13.07.2017
Todgeweiht: Baby Charlie. Quelle: Family of Charlie Gard
London

Das Ringen um die Behandlung des todkranken Babys Charlie Gard in Großbritannien hat seine Fortsetzung in einem emotionalen Ausbruch seiner Eltern gefunden. Als sie versuchten, Richter Nicholas Francis davon zu überzeugen, dass eine experimentelle Behandlung in den USA das Richtige für ihr Kind sei, stürmten Connie Yates und Chris Gard am Donnerstag wutentbrannt aus dem Londoner Gericht. Später kehrten sie zu der Anhörung zurück.

Das Schicksal der Familie bewegt viele Menschen – deshalb war das Medienaufgebot vor dem Prozess am Donnerstag groß. Quelle: dpa

Bevor die Eltern den Gerichtssaal verlassen hatten, hatte Yates Francis vorgeworfen, frühere Aussagen von ihr über Charlies Lebensqualität falsch zu zitieren. Gard schlug auf einen Tisch, während seine Ehefrau rief: „Wir haben gesagt, dass er nicht leidet und Schmerzen hat. Hätte er das, wären wir nicht hier, um dafür zu kämpfen.“

Der Richter versuchte im Anschluss an den Zwischenfall, das Paar zu beruhigen. „Ich verstehe, dass Sie herausgegangen sind, weil es eine verzweifelte Situation ist“, sagte Francis beschwichtigend.

Charlie soll in den USA behandelt werden

Charlie leidet an einem seltenen Gendefekt und hat Hirnschäden. Seine Eltern hofften vor der Anhörung auf eine neue Analyse zu ihrem Wunsch, ihren Sohn für die experimentelle Behandlung in die USA bringen zu dürfen. Das behandelnde Londoner Krankenhaus, das Great Ormond Street Hospital, ist bei der Behandlungsmethode anderer Meinung als die Eltern. Es führt an, dass eine experimentelle Behandlung in den USA nicht helfen werde und dem Kind Leid zufügen könnte. Die Klinik ist der Ansicht, dass Charlies Lebenserhaltungssysteme abgestellt werden sollten.

„Wir verbringen weiter jeden Augenblick damit und arbeiten rund um die Uhr, um unser liebes Baby Charlie zu retten“, teilten die Eltern vor der Anhörung mit. „Wir haben diese spezialisierte Behandlung seit November beantragt und das Krankenhaus, Gerichte oder irgendjemand anderen niemals um irgendetwas anderes gebeten, als die Erlaubnis dafür zu geben.“

Fall beschäftigte den Europäische Gerichtshof für Menschenrechte

Eltern haben in Großbritannien nicht das unbedingte Recht, Entscheidungen für ihre Kinder zu treffen. Gibt es Meinungsunterschiede zwischen Eltern und Ärzten, werden in der Regel Gerichte eingeschaltet.

Das Oberste Gericht Großbritanniens hatte geurteilt, dass es im besten Interesse des Jungen sei, wenn er in Würde sterbe. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte eine Berufung der Eltern abgelehnt. Kurz darauf hatten ihnen Papst Franziskus und US-Präsident Donald Trump den Rücken gestärkt.

Von RND/dpa/ap

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