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Panorama Neue Schutzausrüstung zu schwer für Streifenwagen
Nachrichten Panorama Neue Schutzausrüstung zu schwer für Streifenwagen
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18:04 27.07.2017
Helme, Schutzwesten, Maschinenpistolen: zu schwer für einige Streifenwagen. Quelle: dpa
Mainz

Schwere Zeiten für die Polizei: Die Federn der Hinterachse der betroffenen Streifenwagen müssen für insgesamt rund 120.000 Euro getauscht werden, teilte das rheinland-pfälzische Innenministerium am Donnerstag auf Anfrage mit. Zudem müsste der Kofferraum mit „Schub- und Einlagefächern“ ausgebaut werden. Die Umrüstung soll im September beginnen. Zuvor hatte die Zeitung „Rheinpfalz“ darüber berichtet.

Zum Schutz vor Terrorangriffen werden Polizisten im Land mit ballistischen Schutzwesten und Helmen ausgestattet. Diesen seien bislang an vier der fünf Polizeipräsidien im Land verteilt worden, heißt es vom Ministerium. Ab September soll auch eine zweite Maschinenpistole im – dann umgerüsteten – Kofferraum der Streifenwagen vorhanden sein.

Auch ein Audi A6 hätte es wohl nicht getan

Die Polizei hat sich die Audis erst neu angeschafft. 100 davon sind dem Innenministerium zufolge bereits ausgeliefert, 300 sollen nach und nach dazu kommen. „Dass die Polizeibeamten eine zusätzliche Sicherheitsausstattung erhalten würden, war schon bekannt, als die Ausschreibung für die neuen Streifenwagen erfolgt ist“, kritisiert der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Matthias Lammert. Das Innenministerium habe „zu kurz gedacht“.

Das Ministerium widerspricht: „Erst nach der Ausschreibung zur Beschaffung neuer Funkstreifenwagen im August 2015 ist nach dem zweiten Terrorschlag in Paris vom November 2015 die zusätzliche verbesserte Ausrüstung der Funkstreifenwagen im ersten Halbjahr 2016 beschlossen worden“, teilt Staatssekretär Günter Kern (SPD) mit.

Die Ausschreibung konzentrierte sich laut Innenministerium auf Kombi-Modelle der Mittelklasse. „Entsprechende Herausforderungen“, die Ausrüstung optimal unterzubringen, hätte es dem Ministerium zufolge aber auch bei größeren Modellen – wie dem Audi A6 – gegeben.

Von RND/dpa