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Panorama Saudi-arabische Schwestern trieben aneinander gefesselt im Hudson
Nachrichten Panorama Saudi-arabische Schwestern trieben aneinander gefesselt im Hudson
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12:43 01.11.2018
Ein von der Polizei zur Verfügung gestelltes Foto der getöteten Schwestern. Quelle: NYPD via AP
New York

Die Polizei von New York untersucht den mysteriösen Tod von zwei saudi-arabischen Schwestern. Die Leichen der 16-Jährigen und der 22-Jährigen waren mit Klebeband zusammengebunden worden. Sie wurden am 24. Oktober an einem Ufer des Hudson River in New York etwa 360 Kilometer von ihrem Wohnort Fairfax im US-Staat Virginia entfernt entdeckt. Die Ermittler hatten bis Dienstag noch nicht ermittelt, wie sie starben.

Die Schwestern galten seit August als vermisst. Die Leichen hätten keine deutlichen Anzeichen für Trauma gehabt, teilte die Polizei mit. Sie seien beide vollständig bekleidet gewesen. Die Gerichtsmedizin versuchte, die Todesursache herauszufinden.

Schwestern waren 2015 aus Saudi-Arabien in die USA gezogen

Einen Tag vor dem Auffinden der Leichen hatte die Mutter der Schwestern Ermittlern gesagt, dass sie einen Anruf von einer Person in der saudi-arabischen Botschaft erhalten habe, teilte die Polizei mit. Ihre Familie sei aufgefordert worden, die USA zu verlassen, weil ihre Töchter um politisches Asyl gebeten hätten. Das Generalkonsulat von Saudi-Arabien in New York teilte mit, es habe einen Rechtsbeistand beauftragt, „um den Fall genau zu verfolgen“. Die Schwestern hätten „ihren Bruder in Washington“ begleitet.

Die New Yorker Polizei ermittelte auch in Virginia. „Wir schauen uns alle Hinweise in ihrem vergangenen Leben an“, sagte der Chefermittler Dermot Shea über die Schwestern. Sie waren Polizeiangaben zufolge 2015 mit ihrer Mutter aus Saudi-Arabien in die USA gezogen. Nach einem vorherigen Verschwinden im Dezember 2017 seien die Schwestern in einer Unterkunft untergebracht worden. Am 24. August wurden sie wieder als vermisst gemeldet.

Von RND/AP