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Panorama Tiger Woods erneut auf Abwegen
Nachrichten Panorama Tiger Woods erneut auf Abwegen
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17:46 30.05.2017
In Erklärungsnot: Dieses Foto von Tiger Woods entstand erst im März dieses Jahres in New York.
West Palm Beach

Sein Aufstieg war kometenhaft. Ein Wunderkind, das schon als Kleinkind die Golfschwünge seines Vaters nachgeahmt haben soll und als Dreijähriger einen Neun-Loch-Kurs mit nur 48 Schlägen absolvierte. Tiger Woods legte dann die erwartete Blitzkarriere hin. Mit 21 Jahren gewann er als jüngster Spieler das traditionsreiche Masters, und laut „Forbes“-Magazin war er der erste Sportler überhaupt, der mehr als eine Milliarde US-Dollar verdiente. Und das in einer Disziplin, die lange dem weißen Establishment zugerechnet worden war.

Erst die Hecke mitgenommen, dann den Hydranten gerammt

Doch so rasant der Aufstieg war, so tief könnte jetzt der Fall des einstigen Superstars werden. Anfang der Woche geriet Woods in der Nähe seines noblen Wohnortes auf Jupiter Island um 3 Uhr nachts in eine Polizeikontrolle – angeblich saß er im Vollrausch am Steuer seines Mercedes. Die Beamten hatten zuvor beobachtet, wie Woods „in Schlangenlinien über den Indian Creek Parkway auf Jupiter Island gefahren“ war, wie es im Polizeibericht heißt. Er streifte eine Hecke und rammte einen Feuerhydranten. Genug Anhaltspunkte für die Polizisten, ihn des Alkohol- und Drogenkonsums zu verdächtigen. Drei Stunden verbrachte Woods in einer Ausnüchterungszelle, bevor er gegen 10.50 Uhr wieder freigelassen wurde. Ob der Sportler eine Kaution hinterlassen hat und ob es noch einen Gerichtstermin in der Sache geben wird, ist laut Internetportal „TMZ“ nicht bekannt.

Dieses Bild von Tiger Woods gab die Polizei Palm Beach am Montag heraus. Quelle: imago

Am Dienstag äußerte sich Woods kleinlaut zu dem Vorfall: „Ich verstehe das Ausmaß dessen, was ich getan habe, und ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln“, erklärte er. Alkohol sei nicht im Spiel gewesen, beteuerte der Profigolfer, vielmehr sei ein Medikamentenmix schuld an seinem Zustand. „Mir war nicht klar, dass diese Mischung mich so stark beeinflusst hat“, beteuerte er. Und entschuldigte sich sogleich bei Familie, Freunden und Fans. „Auch ich selbst erwarte mehr von mir.“

Dennoch bleibt der Eindruck, dass sich da eine Ausnahmekarriere langsam, aber sicher dem Ende zuneigt. Gravierende Rückenprobleme sowie zwei Operationen hatten Woods daran gehindert, zwischen August 2015 und Dezember 2016 auch nur ein Turnier zu spielen. Erst Anfang Februar stand er wieder auf dem Platz.

Nach dem „Tigergate“ kam nicht mehr viel

Das letzte machte Woods mit dem sogenannten Tigergate Boulevard-Schlagzeilen. Wochenlang gingen 2009 seine Eheprobleme und Affären durch die Medien. Immer mehr Frauen meldeten sich, die mit ihm Sex gehabt hatten. In der Folge platzte ein Werbevertrag nach dem anderen, wichtige Sponsoren sprangen ab. Am Ende ließ sich auch noch Woods Ehefrau Elin Nordegrin scheiden. Damals halfen Woods’ Beteuerungen, sich ändern zu wollen, nichts ...

Von Nora Lysk und Dierk Sindermann

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