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Panorama Todeskandidat musste offenbar 13 Minuten lang leiden
Nachrichten Panorama Todeskandidat musste offenbar 13 Minuten lang leiden
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10:13 10.12.2016
Todeszelle in einem Gefängnis: Nach einer Hinrichtung in Alabama berichtet ein Augenzeuge von einem 13 Minuten langen Todeskampf des verurteilten Mannes.  Quelle: EPA
Washington

Ronald Smith war wegen des Mordes an einem Supermarktangestellten zum Tode verurteilt worden und wurde am Donnerstag hingerichtet. Er habe ganz offensichtlich nach Luft gerungen und gehustet und seine linke Hand zu einer Faust geballt, berichtete der Journalist Kent Faulk, der die Hinrichtung verfolgte. Der Todeskampf von Ronald Smith habe 13 Minuten lang gedauert, schrieb Faulk in einem Artikel.

Der Fall könnte die Debatte über die Todesstrafe in den USA erneut anfachen. Ein Sprecher der Strafvollzugsbehörden von Alabama erklärte, eine Autopsie solle klären, ob es bei der Hinrichtung von Smith zu „Unregelmäßigkeiten“ gekommen sei. Gefängnissprecher Bob Horton sagte, lediglich zu Beginn der Exekution habe der 45-Jährige gehustet. Es gebe jedoch keinen Hinweis darauf, dass Smith gelitten habe.

Verurteilte klagen gegen Giftmischungen

Die US-Behörden greifen derzeit bei Exekutionen auf kaum erprobte Giftmischungen zurück, weil sich europäische Pharmafirmen weigern, das zuvor eingesetzte Betäubungsmittel Pentobarbital zu liefern. Gegen den Einsatz der Giftmischungen klagen Verurteilte in mehreren US-Bundesstaaten. In der Folge ging die Zahl der Hinrichtungen in den USA deutlich zurück. 

In Alabama wird das Beruhigungsmittel Midazolam eingesetzt, damit die Todeskandidaten in Schlaf fallen. Kritiker bemängeln, dass Medikament bewirke keine ausreichend tiefe Bewusstlosigkeit. 

Vor zwei Jahren hatte die unter fürchterlichen Qualen vollzogene, 40-minütige Hinrichtung eines Verurteilten durch eine Giftspritze eine heftige Kontroverse ausgelöst und die Debatte über die Hinrichtungsmethoden in den USA angeheizt.

Von afp/RND/wer