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Panorama Trumps „vergessene Tochter“ Tiffany
Nachrichten Panorama Trumps „vergessene Tochter“ Tiffany
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18:46 15.05.2017
Die Trump-Truppe: Tiffany, Sohn Eric, Ehefrau Melania, Präsident Donald Trump, Lieblingstochter Ivanka Trump und Sohn Donald Trump, Jr. (von links) Quelle: Foto: Getty
Washington

Mit einer gewissen Zeitverzögerung trudelt nun doch die gesamte Trump-Familie in der US-Hauptstadt ein. Auch Tiffany, die jüngste Tochter des Präsidenten, wird nach Washington ziehen: Sie erhielt vor Kurzem die Aufnahmebescheinigung für die renommierte Georgetown-Universität und will in wenigen Wochen unweit des Weißen Hauses mit ihrem Jurastudium beginnen. Ob die 23-Jährige während ihres Studiums öfters neben ihrem Vater zu sehen sein wird, ist allerdings ungewiss: Tiffany gilt als „vergessene Tochter“ von Donald Trump.

Ivanka, die Lieblingstochter des Immobilienmoguls, ist hinlänglich bekannt. In der Öffentlichkeit überaus präsent sind auch ihr Ehemann Jared Kushner, die Trump-Söhne Eric und Donald Junior sowie der jüngste Sohn Barron. Ganz anders verhält es sich dagegen mit Tiffany: Die junge Frau ist das einzige Kind von Trump Senior und Marla Maples und wuchs weit entfernt von ihrem Vater in Kalifornien auf. Die Beziehung der Eltern wurde in den Neunzigerjahren von den US-Medien neugierig beobachtet und zumeist als turbulent beschrieben. Und obwohl es nur eine kurze Ehe war und Tiffany ihren Vater nur selten zu Gesicht bekam, ist von ihr kein schlechtes Wort über die Familie zu hören. Im Gegenteil: Als im vergangenen Jahr das Skandalvideo bekannt wurde, in dem sich Trump sexistisch und frauenverachtend äußerte, stellte sich Tiffany ebenso wie ihre Geschwister demonstrativ vor ihren umstrittenen Vater.

Tiffany versuchte sich zuvor als Sängerin

Dass sie die neue politische Verantwortung ihrer Familie spürt, spiegelt sich wohl auch in ihrer Studienwahl wider: Eigentlich hatte Tiffany in den vergangenen Jahren mehrfach angegeben, sich vor allem für Mode zu interessieren. Ebenso wie ihre Schwester Ivanka spielte sie eine Zeitlang mit dem Gedanken, in diese Branche einzusteigen. Immerhin absolvierte sie auch ein Praktikum bei der renommierten Mode-Zeitschrift „Vogue“. Noch im vergangenen Jahr stand sie für den US-Designer Andrew Warren bei der New York Fashion Week auf dem Laufsteg. Und auch als Sängerin hat Tiffany sich schon versucht: Mit der 2014 erschienene Single „Like a Bird“ schaffte sie den Durchbruch als Musikerin aber nicht.

Dass sich Tiffany nun um ein rechtswissenschaftliches Studium an einer Eliteuniversität bewarb und für die Aufnahmeprüfung monatelang büffelte, könnte durchaus dem Wunsch entsprungen sein, es ihren Geschwistern gleichzutun und die Nähe zur Familie zu suchen. Auch Ivanka und Eric gehören zu den Studenten der Georgetown University und äußerten sich geradezu überschwänglich, dass Tiffany in ihre Fußstapfen tritt. Immerhin hat sie bereits einen Abschluss in Soziologie und Stadtforschung von der University of Pennsylvania.

Ihr Freund Ross Mechanic ist Demokrat

Die neue Ernsthaftigkeit lässt sich auch bei ihren Auftritten in den sozialen Medien beobachten. Postete Tiffany in früheren Jahren regelmäßig auf Instagram zu ihren luxuriösen Fernreisen und zu den Partys mit den Sprösslingen anderer vermögender Familien, den sogenannten „Rich Kids“, reduziert sich ihre Aktivität in der virtuellen Welt mittlerweile deutlich. Kürzlich waren lediglich Fotos von ihrem Urlaub in Belize zu sehen – gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Ross Mechanic, einem eingetragenen Mitglied der Demokratischen Partei und bekennenden Anhänger von Hillary Clinton. Die Parteinahme für den politischen Gegner ihres Vaters wird in der Großfamilie durchaus toleriert. Zum einen zählte Donald Trump selbst jahrelang zu den Sponsoren der Demokraten, zum anderen ist Tochter Ivanka seit Jahren mit der Clinton-Tochter Chelsea befreundet. In der eher unideologischen Szene New Yorks ein übliches Phänomen.

Nach Einschätzung der „New York Times“ ist es unverkennbar, dass sich die junge Frau um einen guten Kontakt zu ihrem Vater bemüht, auch wenn sie in der Öffentlichkeit anders wahrgenommen wird: Im Gegensatz zu ihren Geschwistern ist sie nicht im goldverkleideten Penthouse an der Five Avenue in Manhattan aufgewachsen, sondern bei ihrer alleinerziehenden Mutter in Calabasas unweit von Los Angeles – in einer gehobenen, aber keineswegs luxuriösen Umgebung. Gerade mit ihrer zurückhaltenden Art entwickelte sie sich im Wahlkampf zu einer besonders erfolgreichen Helferin ihres Vaters. Ganz offen sprach sie von ihrer Nervosität, als sie erstmals vor mehreren Millionen Fernsehzuschauern auftrat – und hob sich damit wohltuend von ihren Verwandten ab.

Von Stefan Koch/RND

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