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Panorama Vater darf „Ebay-Baby“ nur noch unter Aufsicht sehen
Nachrichten Panorama Vater darf „Ebay-Baby“ nur noch unter Aufsicht sehen
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15:43 27.10.2016
Vor dem Amtsgericht in Duisburg wurde der Fall des sogenannten „Ebay-Babys“ verhandelt (Symbolfoto). Quelle: dpa
Duisburg

Wie das Amtsgericht Duisburg am Donnerstag entschied, soll die Mutter mit der Tochter in eine Mutter-Kind-Einrichtung ziehen – ohne den Vater. Der Mann dürfe vorerst nur noch unter Aufsicht Kontakt zu dem Baby haben. Dazu habe das Familiengericht ergänzende Maßnahmen getroffen. Der Vater hatte zugegeben, die Verkaufsanzeige auf Ebay Kleinanzeigen geschaltet zu haben.

Das noch nicht mal zwei Monate alte Mädchen war vor zwei Wochen auf der Handelsplattform für 5000 Euro zum Verkauf angeboten worden. Das Duisburger Jugendamt schritt ein und übergab das Baby einer Pflegefamilie. Der 28 Jahre alte Vater gestand drei Tage später, die Anzeige geschaltet zu haben. Es sei nur ein Scherz gewesen, gab er an. Die Ermittlungen gegen ihn wegen Verdachts auf Menschenhandel dauern an.

Mitarbeiter von Ebay Kleinanzeigen informierten die Polizei

Der Verkäufer, Nickname „Kühlschrank“, hatte die Anzeige am 11. Oktober mit vier Fotos veröffentlicht. Mitarbeitern der Handelsplattform Ebay Kleinanzeigen war die Anzeige kurz nach der Veröffentlichung aufgefallen. Sie sperrten das Inserat und informierten die Polizei. Beamte durchsuchten einen Tag später die Wohnung der Familie, von der aus die Anzeige ins Internet gestellt wurde.

Die Ermittlungen gegen den Vater wegen des Verdachts auf Menschenhandel dauern an.

Von dpa/RND/zys