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Panorama Vermieter müssen Klingelschilder gar nicht austauschen
Nachrichten Panorama Vermieter müssen Klingelschilder gar nicht austauschen
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14:46 18.10.2018
Klingelschilder an einem Hochhaus. Quelle: imago/JOKER
Hannover

Unter der Überschrift „Deutschland droht ein Klingelschild-Chaos“ berichtet die „Bild“-Zeitung, der Eigentümerverband Haus & Grund empfehle seinen 900.000 Mitgliedern bundesweit, die „Namensschilder bei vermieteten Wohnungen abzuschrauben“. Verbandspräsident Kai Warnecke wird in dem Text so zitiert: „Nur so können sie sicher sein, nicht gegen die DSGVO zu verstoßen.“ Die DSGVO ist die Datenschutzverordnung der EU. Die Nachricht ist aber eine echte Zeitungsente, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“.

„Die ,Bild’ hat das falsch geschrieben“, sagt Haus-und-Grund-Sprecherin Sylvia Marggraff gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen“: „Das hat unser Verbandspräsident Warnecke nie so gesagt.“ Anlass der Berichterstattung ist, dass in Wien eine große Wohnungsbaugesellschaft Namen von Klingelschildern entfernen will, wenn dort auch die Appartmentnummer genannt ist. Ein Mieter hatte sich unter Verweis auf den Datenschutz darüber beschwert, dass Name und Appartmentnummer kombiniert sind.

Haus & Grund: Gesetzgeber soll Klarheit schaffen

In Deutschland ist das aber wenig gängige Praxis. In einzelnen Häusern und Appartmentwohnanlagen kommt es vor, bisher hat es laut Mieterbund aber noch nie Beschwerden gegeben. Haus & Grund empfiehlt seinen Mitgliedern keineswegs, alle Namen von Klingelschildern zu entfernen, sondern nur dann, „wenn Mieter den Vermieter auffordern, den Namen zu entfernen“. Außerdem fordert der Verband den Bundesgesetzgeber auf, Klarheit zu schaffen.

Ähnlich äußerte sich der Verbandsvorsitzende von Haus & Grund in Schleswig-Holstein, Alexander Blažek: „Jan Philipp Albrecht ist als Digitalisierungsminister aufgerufen, diesem Datenschutzirrsinn ein Ende zu bereiten.“ Diese bürokratischen Auswüchse der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) kämen einem Schildbürgerstreich gleich.

Von Conrad von Meding/RND

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