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Terroranschlag

44 Tote bei Anschlag auf Schiiten in Pakistan

Ein Selbstmordattentäter hat in Pakistan ein Blutbad unter Schiiten angerichtet: Bei dem Anschlag in der Stadt Quetta im Südwesten Pakistans wurden mindestens 44 Menschen getötet. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurden mehr als 100 weitere Menschen verletzt, als sich der Täter in der Menge in die Luft sprengte.
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Mehr als 40 Menschen kamen am Freitag in Pakistan bei einem Terroranschlag ums Leben.

Mehr als 40 Menschen kamen am Freitag in Pakistan bei einem Terroranschlag ums Leben.

© dpa

Unter den Verletzten befänden sich einige in kritischem Zustand, sagte Polizeichef Ghulam Shabir Sheikh am Freitag. Jugendliche gaben nach der pro-palästinensischen Prozession in der Stadt Quetta Schüsse in die Luft ab. Die Polizei war bemüht, die Lage in der Hauptstadt der Provinz Baluchistan unter Kontrolle zu bringen.

Bei zwei weiteren Bombenanschlägen wurden im Nordwesten des Landes zwei weitere Menschen getötet und mehrere verletzt. In der Stadt Mardan sprengte sich laut Polizei ein Selbstmordattentäter nahe einer Moschee der Ahmadi-Sekte in die Luft. Dabei wurden mindestens ein Mensch getötet und mehrere weitere verletzt. In Peshawar, der Hauptstadt der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, wurde in der Nähe einer Polizeipatrouille eine Bombe ferngezündet. Ein Polizist wurde getötet, drei weitere wurden verletzt.

Geheimdienst hatte Hinweise auf Terroranschlag

Regierungsbehörden hatten mitgeteilt, dass sie Versammlungen im Freien nicht vor Angriffen schützen können. So hatte Innenminister Rehman Malik die Schiiten am Donnerstag aufgefordert, ihre Zeremonien im Inneren abzuhalten. Der Polizeichef von Baluchistan, Malik Iqbal, sagte, die Behörden hätten die Organisatoren der Zeremonie in Quetta gewarnt, nachdem Geheimdienstmitarbeiter Berichte über einen möglichen Terroranschlag erhalten hätten. „Sie haben die Strecke verlassen. Wir haben sie gewarnt, ihre Prozession nicht außerhalb der Absperrung fortzusetzen“, sagte Iqbal.

Zu den Taten bekannte sich zunächst niemand. In den vergangenen Jahren haben Extremisten in Pakistan immer wieder Anschläge gegen religiöse Minderheiten verübt. Zuletzt wurden am Mittwoch bei einem Dreifachanschlag auf eine Prozession von Schiiten in der Stadt Lahore 35 Menschen getötet.

ap/dpa


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