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Deutschland / Weltweit AfD-Politiker sorgt für Eklat im Landtag
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12:29 01.09.2016
AfD-Politiker Sebastian Wippel sorgte im sächsischen Landtag für einen Eklat. Quelle: dpa
Dresden

Der sächsische AfD-Abgeordnete Sebastian Wippel hat bei einer Landtagsdebatte zur inneren Sicherheit für einen Eklat gesorgt. Mit Bezug auf die Opfer der islamistischen Anschläge in Bayern und Baden-Württemberg sagte er am Mittwoch, dass es "leider" nicht politisch Verantwortliche getroffen habe. Die Äußerung sorgte bei den anderen Parteien für Empörung und erboste Zwischenrufe.

"Radikalisierung der AfD beschleunigt sich"

SPD-Fraktionschef Dirk Panter bezeichnete Wippels Äußerungen als "menschenverachtend" und erinnerte den Polizisten an seinen Amtseid, mit dem das Gesagte unvereinbar sei. Der CDU-Innenexperte Christian Hartmann fand die Ausführungen des AfD-Politikers "sehr gewagt". CDU-Generalsekretär Michael Kretschmar fand deutlichere Worte: "Diese Entgleisung ist inakzeptabel. Die Radikalisierung der AfD beschleunigt sich", sagte er dem "Handelsblatt". Die Partei habe unter ihrer Fraktionschefin und Bundesvorsitzenden Frauke Pety "jede Hemmung und jeden Anstand verloren".

Der Grünen-Abgeordnete Valentin Lippmann nannte die Äußerungen niederträchtig und sprach von einer "Lehrstunde" über das Wesen der AfD, die deutlich mache, "wohin es führt, wenn man sich in einer Welt aus Verschwörungstheorien und Hass in der politischen Auseinandersetzung bewegt".

Anschläge seien Ergebnis der Flüchtlingspolitik

Wippel hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, mit ihrer Flüchtlingspolitik "die Kontrolle über Deutschland abgegeben" zu haben. "Unsere Bundeskanzlerin hat uns hier eine Suppe eingebrockt. Eine Suppe, die niemand bestellt hat, nach dem Rezept 'Wir schaffen das'." Dafür habe man mit den Anschlägen in Bayern und Baden-Württemberg die Quittung bekommen. "Leider hat es nicht die Verantwortlichen dieser Politik getroffen."

Wippel relativiert seine Aussage

Später sagte er, dass er nur habe deutlich machen wollen, dass die Bürger die Konsequenzen aus der verfehlten Politik zu tragen hätten. "Ich wünsche natürlich niemandem den Tod." Alles andere sei eine "böswillige Interpretation".

dpa

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