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Deutschland / Weltweit Attentäter reiste über Düsseldorf nach Manchester
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Attentäter reiste über Düsseldorf nach Manchester
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13:50 25.05.2017
Der mutmaßliche Manchester Attentäter Salman Abedi soll sich mindestens zweimal in Deutschland aufgehalten haben.  Quelle: dpa
Düsseldorf

 Der Manchester-Attentäter Salman Abedi ist vier Tage vor dem Anschlag von Düsseldorf aus in die britische Stadt geflogen. Allerdings sei er hier nur umgestiegen und habe sich dafür kurzzeitig im Transit- beziehungsweise Sicherheitsbereich aufgehalten, teilte die Polizei mit. Bisher hätten die Ermittlungen der NRW-Sicherheitsbehörden zu keinen weiteren Erkenntnissen für Kontakte des Mannes nach NRW geführt. Nähere Angaben wollte ein Sprecher nicht machen.

Zudem ist der Mann einem Bericht von „Focus Online“ zufolge bereits 2015 von Frankfurt am Main aus nach Großbritannien gereist. Offenbar sei er damals bei einer paramilitärischen Ausbildung in Syrien gewesen, habe Scotland Yard dem Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt.

Sicherheitsbehörden stehen in „engstem Kontakt“

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums erklärte am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur lediglich, die britischen und deutschen Sicherheitsbehörden stünden „in engstem Kontakt“. Und: Selbstverständlich sind auch etwaige Bezüge in andere Länder sowie mögliche Reisewege Teil dieser Ermittlungen.“

Bei einer Explosion am Rande eines Popkonzerts in Manchester gab es mindestens 22 Tote. In der für Zehntausende ausgelegten Halle war Ende Mai die US-Sängerin Ariana Grande aufgetreten.

Dem Bericht von „Focus Online“ zufolge war Abedi namentlich nicht in internationalen Fahndungssystemen erfasst. Er habe auch auf keiner Beobachtungsliste gestanden, mit denen Reisebewegungen verdächtiger Islamisten erfasst werden.

„Die Szene ist international eng verflochten“, sagte ein BKA-Experte dem „Focus“. „Wir müssen klären, ob Abedi in Syrien Leute kennengelernt hat, die er jetzt in NRW oder Hessen getroffen hat.“

Bei dem Anschlag auf ein Popkonzert in Manchester waren am Montag 22 Menschen getötet worden.

Von dpa/RND/zys