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Deutschland / Weltweit BAMF trennte sich von tausenden Dolmetschern
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17:21 21.04.2018
Zahlreiche Dolmetscher mussten das BAMF wegen des Verstoßes gegen die Neutralitätspflicht verlassen. Quelle: dpa
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Nürnberg/Berlin

Der Korruptionsverdacht gegen eine ehemalige Mitarbeiterin vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stellt auch andere Teile der Institution infrage: Das Amt hat sich in der Vergangenheit wegen Verletzung der Neutralitätspflicht von mehreren Dolmetschern getrennt. Das bestätigte die Nürnberger Behörde am Sonnabend der Deutschen Presse-Agentur. Eine genaue Zahl nannte sie nicht.

Laut Bundesinnenministerium wurde allein 2017 die Zusammenarbeit mit 30 Dolmetschern „aufgrund von Verletzungen gegen den Verhaltenskodex“ beendet. Das geht aus einer Antwort des Ressorts auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, über die zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet hatte.

Darüber hinaus seien in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 2100 weitere Dolmetscher „im Zuge der Etablierung eines erweiterten Qualitätssicherungskonzepts“ von Einsätzen für das BAMF ausgenommen worden, heißt es in der Antwort.

Dolmetscher müssen seit 2017 höhere Auflagen erfüllen

Nach Angaben des BAMF müssen Dolmetscher seit dem Sommer 2017 in den häufigsten Zielsprachen ein C1-Sprachzertifikat für die deutsche Sprache nachweisen. Wegen dieser Voraussetzung habe sich die Zahl der eingesetzten Dolmetscher von rund 7500 auf etwa 5200 im Februar 2018 reduziert, erklärte die Behörde. Auf dem C1-Niveau werden ausgeprägte, tiefgehende Kenntnisse der deutschen Sprache erwartet.

Die Nürnberger Behörde wies darauf hin, dass Bewerber seit 1988 für eine Tätigkeit als freier Dolmetscher ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und einer Zuverlässigkeitsüberprüfung durch die Sicherheitsbehörden zustimmen müssen. Die Überprüfung werde spätestens nach zwei Jahren wiederholt. Bei den Einsätzen werde außerdem sichergestellt, dass die Dolmetscher stetig wechselten.

Von dpa/RND

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