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Deutschland / Weltweit Berliner Senatssprecherin: Ruhestand mit 37
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16:21 20.09.2016
Berlins bisherige Senatssprecherin Daniela Augenstein. Quelle: dpa
Berlin

Die Berliner Senatssprecherin Daniela Augenstein ist zwei Tage nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus in den Ruhestand versetzt worden. Die Entscheidung sei in beiderseitigem Einvernehmen gefallen, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag in der Hauptstadt. Die Versetzung der Staatssekretärin in den einstweiligen Ruhestand habe der Senat bereits beschlossen. Müller dankte Augenstein für ihre langjährige Tätigkeit als Sprecherin und für die gute Zusammenarbeit.

Gleichzeitig widersprach er Medienberichten, wonach es ein Zerwürfnis zwischen ihm und Augenstein wegen Müllers rot-grüner Äußerungen gegeben habe. „Es gibt keine Form von Zerwürfnis oder Streit“, betonte Müller. Die Situation sei bereits „seit Monaten besprochen“. Den genauen Zeitpunkt nannte er nicht. Auch leide Augenstein nicht an einem Burnout, wies der Bürgermeister weitere Gerüchte zurück.

Augenstein will wohl neue Wege beschreiten

Augenstein habe sich nach zehn Jahren im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit selbst neue Wege eröffnen wollen. Umgekehrt sei es nach einer langjährigen Zusammenarbeit ähnlich, sagte Müller und erklärte, die jetzige Trennung kurz nach der Wahl sei „ein guter Zeitpunkt“. Augenstein war seit Dezember 2014 als Leiterin des Presse- und Informationsamts und Sprecherin des Berliner Senats tätig. Zuvor war sie laut Müller unter anderem in der Öffentlichkeitsarbeit für den Parteivorstand der Bundes-SPD tätig, dann als Pressereferentin für Müller in seiner früheren Zeit als Stadtentwicklungssenator.

Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, Müller habe sich am 17. August in den Urlaub verabschiedet und ihren gesamten Resturlaub genommen. Sie sei erst kurz vor der Wahl, am 12. September, wieder zurückgekehrt und seitdem kaum noch in Erscheinung getreten.

Von RND/epd