Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Deutschland / Weltweit CIA: Russland wollte Trump zum Sieg verhelfen
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit CIA: Russland wollte Trump zum Sieg verhelfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:50 10.12.2016
Die „Washington Post“ zitiert aus dem Bericht der CIA, wonach Russland sich zugunsten Trumps in den US-Wahlkampf eingemischt hat. Quelle: dpa
Washington

Die „Washington Post“ berichtet über den internen Bericht des US-Geheimdienstes CIA. Demnach versorgten Insider mit Verbindungen nach Moskau die Enthüllungsplattform Wikileaks mit gehackten E-Mails der Demokratischen Partei von Trumps unterlegener Rivalin Hillary Clinton.

Nach Einschätzung der Geheimdienstler sei es Ziel Russlands gewesen, „Trump zur Wahl zur verhelfen“, zitierte die Zeitung einen US-Beamten. Dies sei „allgemeiner Konsens“ in Geheimdienstkreisen. Wie die „Washington Post“ schreibt, informierten CIA-Beamte vor wenigen Tagen ranghohe Mitglieder des Senats über ihre Schlussfolgerungen.

Trumps Team reagiert mit Spott

Das Team von Donald Trump wies die Schlussfolgerungen der Geheimdienstler zurück. „Dies sind dieselben Leute, die gesagt haben, Saddam Hussein habe Massenvernichtungswaffen“, hieß es in einer am Freitagabend verbreiteten Erklärung. 

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte am Freitag eine umfassende Untersuchung der Hackerangriffe während des Präsidentschaftswahlkampfs angeordnet. Die Ergebnisse sollen noch vor Ende seiner Amtszeit am 20. Januar vorliegen.

Russland nennt Vorwürfe „Unsinn“

Der Wahlkampf der gegen Trump unterlegenen Demokratin Clinton war durch die Cyberangriffe torpediert worden. Durch die Attacken kamen vertrauliche E-Mails aus der Parteizentrale der Demokraten sowie aus dem Mailkonto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta ans Licht.

US-Geheimdienstkoordinator James Clapper sowie das Heimatschutzministerium hatten die russische Regierung bereits Anfang Oktober – also einen Monat vor der Wahl – beschuldigt, hinter den Hackerangriffen zu stecken. Moskau wies dies als „Unsinn“ zurück.

Von afp/RND