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18:21 24.01.2017
Traut sich das Wirtschaftsministerium zu: Brigitte Zypries. Quelle: dpa
Berlin

Eigentlich wollte Brigitte Zypries (63) zur Bundestagswahl in sieben Monaten gar nicht mehr antreten. Dass sie nun durch die geplante Personalrochade der SPD das Wirtschaftsressort von Sigmar Gabriel übernehmen soll, hat eine gewisse Logik.

Zypries gilt als zurückhaltende, aber fleißige und pragmatische Politikerin, die normalerweise um Konsens bemüht ist. Die Juristin machte schon unter Gerhard Schröder (SPD) und in der ersten großen Koalition unter Angela Merkel (CDU) Erfahrung als Ministerin. Sie leitete von 2002 bis 2009 das Justizministerium.

Kein Angst vor großen Namen

Zypries kam nach dem Wahlsieg von Rot-Grün mit Schröder 1998 aus Hannover nach Bonn. Sie war erst Staatssekretärin im Innenministerium unter Otto Schily bis sie 2002 Hertha Däubler-Gmelin als Justizministerin ablöste. In dem Amt legte sie sich dann auch mit ihrem früheren Chef Schily an, wenn dieser meinte, sich in Justizangelegenheiten einmischen zu müssen.

Die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) leistet 2002 bei ihrer Amtsübernahme vor dem Bundestag den Eid auf die Verfassung Quelle: dpa

Zypries zeichnet als Justizministerin unter anderem für die Klärung der Vaterschaftrecht verantwortlich, nachdem sie klargestellt hatte, dass heimliche Vaterschaftstests nicht zulässig seien. Mit ihren Änderungen des Unterhaltsrechtes gab sie dem Kindeswohl Vorrang vor anderen Ansprüchen. Zudem führte sie die Patientenverfügung ein.

Die aus Kassel stammende Zypries schaffte es 2005 erstmals in den Bundestag – als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Darmstadt. Im Dezember 2013 holte Gabriel sie als Parlamentarische Staatssekretärin in Wirtschaftsministerium. Dort war sie bisher für IT und Luft- und Raumfahrt zuständig.

Von RND/dpa

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