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Deutschland / Weltweit Dolmetscher wehrt sich gegen Entlassung
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Dolmetscher wehrt sich gegen Entlassung
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17:45 01.06.2018
Tausende Flüchtlinge bekamen bei der Bremer Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge unrechtmäßig Asyl gewährt. Quelle: Christian-Ditsch.de
Bremen

Er soll in den Asylskandal um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verwickelt sein und wurde deshalb entlassen: Ein Dolmetscher wehrt sich nun gegen die Vorwürfe. Sein Mandant habe nichts Unrechtes getan, und er wisse zudem gar nicht, was ihm vorgeworfen werde, sagte sein Anwalt Ralf Salmen, im Amtsgericht Bremen.

Der selbstständige Dolmetscher war als Freiberufler von Juni 2016 bis April 2018 für das Bamf tätig und übersetzte Arabisch und Kurdisch. Gegen ihn ermittelt die Bremer Staatsanwaltschaft. Er steht im Verdacht, im Rahmen von Asylverfahren Antragsteller dazu bewegt zu haben, falsche Angaben zu machen. Daraufhin erhielt der Dolmetscher keine Aufträge mehr.

Dolmetscher konnte sich nicht rechtfertigen

Salmen kritisierte, seinem Mandanten sei keine Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden, und er habe wegen „irgendwelcher Verdächtigungen“ seinen Broterwerb verloren. Aus Sicht von Salmen bestand ein arbeitnehmerähnliches Verhältnis, was die Gegenseite bestritt.

Das Arbeitsgericht will bis 15. Juni feststellen, ob der Dolmetscher überwiegend in Bremen tätig war und das Gericht örtlich zuständig ist. Da es keine schriftliche Kündigung gab, muss zudem geklärt werden, ob die Klage zulässig ist.

Von RND/dpa

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