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Deutschland / Weltweit Elf Minuten Frieden ...
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07:00 04.11.2017
Die digitale Nuklearwaffe Donald Trumps – ausgetrickst. Quelle: dpa
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Washington

Der Friedensnobelpreis für 2017 ist bereits vergeben. Das ist bedauerlich. Denn seit Freitag hat die Welt einen neuen Anwärter. Es ist jener anonyme Mitarbeiter des Twitter-Kundendienstes, der an seinem letzten Arbeitstag das Twitter-Konto @realDonaldTrump des US-Präsidenten abschaltete. Elf Minuten Funkstille. Elf Minuten ohne die diffuse Angst, der Social-Media-Amokläufer mit dem flinken Daumen könne – hoppla! – mit einem tapsigen Nebensatz einen Weltkrieg auslösen. Donald Trump ohne sein emotionales Überdruckventil. Man prüfe noch, wie das passieren konnte, teilte Twitter zerknirscht mit. Unter anderem wäre die Antwort auf die Frage interessant, wie ein Konto mit 41 Millionen Followern, das einer digitalen Nuklearwaffe gleichkommt, bei Twitter Inc. eigentlich geschützt ist? Mit ein bisschen virtuellem Flatterband? Mit dem Passwort „12345“?

Letzte Tage im Job umweht ein Zauber. Rachefantasien erblühen. Restanarchie blitzt auf. Schnell noch Sardinen hinter die Büroheizung legen. Schnell noch die abwischbaren Flipchartstifte gegen Eddings austauschen. Man kann in Würde gehen. Oder man kann sich – wie jüngst ein New Yorker – mit nichts als einer strategisch günstig platzierten Socke bekleidet aus der eigenen Firma werfen lassen. Trump sein digitales Megafon zu entwinden war aber seit Langem der keckste Streich eines abgängigen Angestellten. Er erinnerte an selige Zeiten ohne Direktzugang in die blitzenden und zuckenden Synapsen des mächtigsten Mannes der Welt. Für 660 Sekunden war der Planet ein Stückchen sicherer. Aber es war nur ein Traum. Auch Trumps letzter Arbeitstag wird kommen. Was wird er dereinst tun, um unvergesslich zu bleiben? Ein Gedanke zum Gruseln.

Von Imre Grimm

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