Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Deutschland / Weltweit Mindestens elf Tote bei Anschlag in Istanbul
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Mindestens elf Tote bei Anschlag in Istanbul
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:37 07.06.2016
Zahlreiche Rettungskräfte und Feuerwehrwagen eilten zum Ort des Geschehens im Bezirk Beyazit. Quelle: Sedat Suna
Istanbul

Beim dritten schweren Anschlag im Zentrum Istanbuls seit Jahresbeginn sind mindestens elf Menschen getötet worden. 36 Menschen wurden bei der Explosion einer Autobombe in der Altstadt der türkischen Metropole während des Berufsverkehrs verletzt, wie der Istanbuler Gouverneur Vasip Sahin sagte.

Bei den Toten handele es sich um sieben Polizisten und vier Zivilisten, berichtete Vasip Sahin. Die Autobombe sei am Dienstag ferngezündet worden, als ein Bus mit Polizisten vorbeigefahren sei. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte, er gehe von baldigen Erkenntnissen der Ermittler zu den Hintermännern aus. Nach einem Besuch bei Verletzten sagte er zur Terrorgefahr: "Wir müssen von Terroristen immer und überall Derartiges erwarten und dementsprechend vorbereitet sein."

Auswärtiges Amt mahnt zu erhöhter Vorsicht

Der Staatschef kündigte einen langen Kampf gegen den Terrorismus an: "Dieser Kampf, der mit dem ersten Menschen begonnen hat, wird bis in alle Ewigkeit weitergehen." Dass der jüngste Anschlag am zweiten Tag des Fastenmonats Ramadan begangen wurde, zeige, dass den Tätern "nichts heilig ist".

Wenige Stunden nach dem Anschlag nahm die Polizei vier Verdächtige fest. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, bei dem Anschlag sei ein Mietwagen für die Autobombe verwendet worden. Zu den vier Festnahmen sei es im Zusammenhang mit der Anmietung des Fahrzeugs gekommen.

Das Auswärtige Amt in Berlin riet nach dem Anschlag Reisenden zu erhöhter Vorsicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich entsetzt über die Tat. "Da wo es um den Kampf gegen den Terrorismus geht, ist Deutschland an der Seite der Türkei." Nichts könne diese Grausamkeiten entschuldigen.

Gericht verhängt Nachrichtensperre

Im Januar hatte ein Selbstmordattentat unweit des jüngsten Anschlagsortes zwölf deutsche Touristen in den Tod gerissen. Im März starben bei einem weiteren Anschlag drei Israelis, ein Iraner und der Attentäter. Für beide Taten machte die Regierung die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich.

Anschlag in Istanbul

So reagieren Reiseveranstalter auf den Anschlag

Fernsehbilder zeigten am Dienstag den von der Explosion zerstörten Polizeibus. Auch die umliegenden Gebäude wurden schwer beschädigt. Der Ort liegt in der Altstadt der türkischen Metropole in der Nähe des Großen Basars und der weltberühmten Blauen Moschee.

Ein Gericht in Istanbul verhängte kurz nach dem Anschlag eine eingeschränkte Nachrichtensperre. Grund sei unter anderem der Schutz der "nationalen Sicherheit" und der "öffentlichen Ordnung", teilte die Rundfunkbehörde RTÜK mit.

dpa/afp/RND

Schon vor vier Jahren hätte Andreas Voßkuhle Bundespräsident werden können, aber da ist er nicht ans Telefon gegangen. Angela Merkel wollte ihn, als Gegenvorschlag zu Joachim Gauck. Jetzt gilt der Präsident des Bundesverfassungsgerichts als möglicher Nachfolger von Gauck.

07.06.2016

Hillary Clinton ist die Nominierung als US-Präsidentschaftskandidatin offenbar nicht mehr zu nehmen. Einem Bericht zufolge hat die Demokratin die nötige Zahl an Delegiertenstimmen erreicht. Offiziell bestätigt ist das nicht.

07.06.2016

Satellitenbilder lassen nach UN-Angaben vermuten, dass Nordkorea wieder Plutonium produziert. Das berichtet die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA).

06.06.2016