Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Deutschland / Weltweit Fast jede zweite Anstellung in der Leiharbeit
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Fast jede zweite Anstellung in der Leiharbeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 27.01.2018
Die Linke fordert angesichts der neuen Zahlen der Bundesagentur: „Leiharbeit darf nur für Auftragsspitzen und Personalengpässe genutzt werden.“ Quelle: dpa
Berlin

Fast jede zweite bei Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldete Vollzeitstelle ist eine Anstellung in der Zeitarbeit. Das geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach waren im November des vergangenen Jahres 523 790 Vollzeitstellen offiziell gemeldet, 216 294 davon in der Arbeitnehmerüberlassung – das entspricht einem Anteil von 41,3 Prozent. Von den offenen Stellen insgesamt – inklusive Teilzeit – befand sich etwa ein Drittel in der Leiharbeit, keine andere Branche kommt auf einen höheren Anteil. 33 Prozent aller Vermittlungen erfolgt in Leiharbeitsverhältnisse.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bekamen im Dezember 2016 zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Leiharbeit einen Bruttolohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 2088 Euro monatlich. In der Gesamtwirtschaft waren es dagegen 20 Prozent. Die Linksfraktion fordert schärfere Regelungen für die Zeitarbeit. „Dringend notwendig sind jetzt gleicher Lohn für gleiche Arbeit ab dem ersten Einsatztag sowie ein Flexibilitätszuschlag von 10 Prozent und eine Höchstüberlassungsdauer von drei Monaten“, so Linken-Arbeitsmarktexpertin Ferschl. „Leiharbeit darf nur für Auftragsspitzen und Personalengpässe genutzt werden und nicht zur Ausweitung von Niedriglöhnen.“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

5,3 Milliarden Euro Überschuss hat der Bund im vergangenen Jahr gemacht. Jetzt wird klar: Mehr als zwei Milliarden Euro, die eigentlich für Investitionen vorgesehen waren, wurden nicht ausgegeben. Die Grünen sprechen von Missmanagement.

27.01.2018

Robert Habeck setzt sich mit seinem Vorschlag durch: Die Delegierte erfüllen die Forderung des Kieler Umweltministers nach einer Übergangsfrist. Er könnte nun bei seiner Wahl zum Parteivorsitzenden sein Amt in Schleswig-Holstein für acht Monate parallel ausüben.

26.01.2018

In der Rebellenhochburg Ost Ghouta schweigen ab Mitternacht die Waffen. Aufständische und Vertreter des syrischen Regimes haben sich auf eine Feuerpause geeinigt. Die Rebellen hoffen nun auf Hilfsgüter für 400 000 Menschen.

26.01.2018