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Deutschland / Weltweit Friedrich Merz sichert Merkel faire und loyale Zusammenarbeit zu
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Friedrich Merz sichert Merkel faire und loyale Zusammenarbeit zu
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22:08 09.11.2018
Friedrich Merz will loyal mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammenarbeiten. Quelle: imago/Mauersberger
Berlin

Für den Fall seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden hat der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz Kanzlerin Angela Merkel seine volle Unterstützung zugesichert. „Die Zusammenarbeit zwischen Angela Merkel und mir wäre anständig, fair und loyal“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstag). Dies wäre für ihn „vollkommen selbstverständlich“, betonte er. „Es ginge in diesem Fall doch einzig darum, unsere gemeinsame staatspolitische Verantwortung wahrzunehmen.“

Merz sprach sich dafür aus, die Amtszeit des Kanzlers oder der Kanzlerin zu begrenzen: „Ich bin der Auffassung, dass man grundsätzlich nicht länger als zwei Amtszeiten machen sollte, denn die Aufgaben und die Verantwortung kosten enorm viel Kraft und Energie. Mein Hauptargument ist aber, dass der Wechsel der Demokratie guttut.“ Merkel ist nun schon in der vierten Wahlperiode Kanzlerin.

Der 62-Jährige hatte 2002 den Fraktionsvorsitz an Merkel verloren und sich 2009 aus der Politik zurückgezogen. Seitdem war er in der Wirtschaft tätig gewesen.

„CDU muss wieder starke Volkspartei werden“

Merz, der vor allem mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz konkurriert, verlangte „Aufbruch und Erneuerung“ für die Partei. „Die CDU muss wieder eine starke Volkspartei werden, verankert in der gesellschaftlichen Mitte unseres Landes. Ich will keine neue CDU, sondern eine erneuerte Partei mit klarerem Profil.“ Damit müsse man jetzt beginnen. „Dann wird die CDU auch wieder bessere Wahlergebnisse erzielen.“

Der CDU-Politiker zog eine „messerscharfe Trennlinie“ zur AfD: „Eine Partei, die die Kraft nicht hat, sich von eindeutig extremistisch und nationalistisch denkenden Leuten zu trennen und sich in vielen Punkten außerhalb des Grundkonsenses der Demokraten bewegt, ist für mich ein absolutes "No Go".“

Von RND/dpa