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Deutschland / Weltweit Gaza – Militante Palästinenser erklären Ende der Kämpfe
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10:16 10.08.2018
Bei den jüngsten Angriffen auf Gaza wurde nach Angaben der israelischen Armee eine Kommandozentrale der Hamas zerstört. Quelle: MahmoudKatta/imago
Gaza/Tel Aviv

Nach israelischen Luftangriffen als Reaktion auf Beschuss aus dem Gazastreifen hat in der Nacht zum Freitag vorerst Ruhe geherrscht. Gegen Mitternacht hatten militante Palästinenser nach eigenen Angaben ein Ende der Kämpfe mit Israel erklärt. Es sei eine Vereinbarung der gegenseitigen Ruhe unter Vermittlung von Ägypten und dem UN-Nahostgesandten Nikolay Mladenov geschlossen worden, teilten die sogenannten Widerstandskomitees der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen mit. Diese sei nun in Kraft, unter der Bedingung, dass Israel sich daran halte. Israel bestätigte die Vereinbarung zunächst nicht.

Die israelische Luftwaffe hatte schon in der Nacht zum Donnerstag Ziele der radikalislamischen Hamas angegriffen. Dabei wurden nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums eine schwangere Frau und ihre 18 Monate alte Tochter sowie ein Mitglied des militanten Arms der Hamas getötet. 27 Palästinenser seien verletzt worden Zumindest bei dem kleinen Mädchen handelt sich aber wohl um eine lancierte Falschmeldung.

Abu Khamash, das angebliche Opfer der israelischen Luftangriffe auf Gaza. Quelle: Twitter

Das auf Twitter gepostete Foto des vorgeblichen Opfers Bayan Abu Khamash aus Gaza stammt von Instagram.

Und das Kind heißt Elle Mcbroom, kommt aus den USA und ist die Tochter des Basketball-Profis Austin McBroom.

In Israel wurden nach Angaben der Armee durch Beschuss aus dem Gazastreifen sieben Menschen verletzt. Die israelische Armee zählte bis Donnerstag rund 150 Raketen, die aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert wurden. Das israelische Sicherheitskabinett befahl der Armee, „weiterhin hart gegen die terroristischen Elemente vorzugehen“, wie ein Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte.

Mehr als 30 palästinensische Raketen wurden abgefangen, der Rest schlug meist auf freiem Gelände ein, wie die Armee mitteilte. Sie attackierte nach eigenen Angaben daraufhin mehr als 150 militärische Ziele im Gazastreifen – unter anderem Trainingscamps, Lagerstätten und eine Waffenfabrik.

Das Auswärtige Amt zeigte sich besorgt über die jüngste Konfrontation. Alle Bemühungen um Vermittlung und Beilegung des Konfliktes, insbesondere seitens Ägyptens und der Vereinten Nationen, müssten intensiviert werden, hieß es in einer Erklärung in Berlin. Frankreich verurteilte den Abschuss von Raketen auf Israel ebenfalls.

Die radikalislamische Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

Von RND/dpa/dk