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Deutschland / Weltweit Holländischer Reporter in Libyen erschossen
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21:44 02.10.2016
Jeroen Oerlemans. Quelle: ANP
Sirte

In Libyen ist ein niederländischer Fotoreporter getötet worden, der von der Offensive gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Sirte berichtete. Der Journalist sei an den Folgen eines Schusses in die Brust gestorben, sagte ein Arzt im Krankenhaus von Misrata, wo regierungstreue Kämpfer behandelt werden. Ein IS-Scharfschütze habe Jeroen Oerlemans, der unter anderem für das belgische Magazin „Knack“ arbeitete, tödlich getroffen. Das Magazin bestätigte den Tod des Mitarbeiters. Nach dem Sturz und dem Tod des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi infolge eines französischen und britischen Militäreinsatzes im Jahr 2011 war das nordafrikanische Land ins Chaos gestürzt. Seitdem beherrschen verfeindete Milizen den Staat. Der IS nutzte die unübersichtliche Lage in Libyen um sich auszubreiten, unter anderem in Gaddafis einstiger Heimatstadt Sirte.

Von RND/dpa