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Deutschland / Weltweit Jeder Zehnte muss Arbeitslosengeld aufstocken
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14:56 03.06.2018
Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)" (Hartz IV) Quelle: epd-bild/Norbert Neetz
Berlin

Jeder zehnte Arbeitslosengeld-Empfänger in Deutschland muss zusätzlich Hartz IV-Leistungen beziehen, um über die Runden zu kommen. Im alten Bundesgebiet sind es 9 Prozent der ALG-Empfänger, in den ostdeutschen Ländern 13,8 Prozent. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine entsprechende Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Die Linke) hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Im Jahresdurchschnitt 2017 gab es demnach bundesweit 74.855 sogenannte Aufstocker, also Menschen, die parallel Arbeitslosengeld und Hartz IV-Leistungen beziehen. Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, sagte dazu: „Das Arbeitslosengeld als Versicherungsleistung, für das man oft viele Jahre eingezahlt hat, ist keine Garantie, im Falle der Erwerbslosigkeit einigermaßen finanziell über die Runden zu kommen. Der Niedriglohnbereich muss endlich effektiv bekämpft werden. Systematische Niedriglohnbeschäftigung wie Leiharbeit muss abgeschafft werden.“

Zimmermann fordert die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro die Stunde. „Das existenzsichernde Normalarbeitsverhältnis muss für deutlich mehr Menschen möglich werden.“ Die Linken-Politikerin sagte, es sei wichtig, dass mehr Menschen überhaupt Zugang zum Arbeitslosengeld erhielten. „Viele erwerbslos werdende Beschäftigte fallen gleich in Hartz IV, da sie innerhalb der so genannten Rahmenfrist keine Ansprüche auf Arbeitslosengeld aufgrund einer zu kurzen Beschäftigungszeit erwerben konnten. Die Rahmenfrist muss wieder von derzeit 24 Monaten auf 36 Monate ausgedehnt werden.“

Von Thoralf Cleven/RND

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