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Deutschland / Weltweit Josefa Schmid – so tickt die singende Juristin
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15:43 17.05.2018
Singende Bürgermeisterin aus Niederbayern: Josefa Schmid. Quelle: dpa
Berlin/Kollnburg

Sie wurde zur Aufklärung des Bamf-Skandals als neue Leiterin der Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge nach Bremen geschickt – und erstellte einen akribischen Bericht. Mittlerweile ist Josefa Schmid wieder nach Bayern, in ihre bisherige Dienststelle in Deggendorf delegiert worden. Jetzt hat die Affäre um rechtswidrige Asylbescheide das Innenministerium erreicht. Wer ist die Frau, die Horst Seehofer in Bedrängnis bringt?

Seit Beginn des Jahres 2018 war Schmid, die als musikalische Vorbilder „im mystisch-melancholischen Bereich“ die britische Popsängerin Adele sowie die DSDS-Jurorin Ella Endlich und DSDS-Gewinnerin Beatrice Egli nennt, in der Bremer Bamf-Filiale. Doch zusätzlich nahm sie noch 50 bis 60 Stunden pro Woche für ihr Ehrenamt als Bürgermeisterin des bayerischen Örtchens Kollnburg auf sich.

Dort, in Niederbayern, ist ihr Zuhause. Im „da Hog’n – Onlinemagazin ausm Woid“, charakterisiert sich die Blondine als „Werbefigur und Sympathieträger für die Region“. Schon früh, so schildert Schmid es im Gespräch mit dem Online-Magazin, sei sie mit Musik in Berührung gekommen: „Ich stamme aus der echten Volksmusik. Ich habe mit meinen Geschwistern über viele Jahre hinweg landauf landab Volksgesang und Volksmusik gemacht, wir sind auch im Fernsehen aufgetreten. In meiner Kinder- und Jugendzeit durfte ich zehn Musikinstrumente erlernen.“

Auch als Amtsträgerin macht Schmid weiter mit der Musik: „Und als ich Bürgermeisterin geworden bin, habe ich den Geburtstagsjubilaren gerne mit der Diatonischen Harmonika ein Ständchen gespielt – was sehr gut angekommen ist. Dadurch ist auch der Wunsch an mich herangetragen worden, ich solle doch auch mal ein Lied auf Tonträger aufnehmen.“ Diesem Wunsch hat sie entsprochen, wenn auch manche der Meinung sind, es sei so richtig weit her nicht mit ihrer Stimme. „Ich akzeptiere die Meinungsfreiheit in unserem Land – und ich lebe nach dem bayerischen Motto: Leben und leben lassen. Ich singe in meiner Freizeit – das erklärt meiner Meinung nach eh schon alles. Man muss sich meine Musik ja nicht gezwungenermaßen anhören, wenn man’s nicht will.“

Ihre Fotos für das Nacktmagazin Penthouse, die sie 2006 – wenn auch leicht bekleidet in Spitzenunterwäsche – bei einem Casting des Blattes machen ließ, verteidigte sie gegenüber der Passauer Neuen Presse: „Ich habe damals meine weiblichen Waffen eingesetzt, um im Männergeschäft der Politik zu provozieren“, ergänzte jedoch: „Noch mal würde ich solche Aufnahmen nicht machen, weil Politik seriös bleiben muss.“ Die Bilder erschienen übrigens nur in einem Testdruck, nicht öffentlich.

Bei den kommenden Landtagswahlen will das langjährige CSU-Mitglied übrigens für die FDP als Landtagskandidatin antreten. Schließlich, so Schmid schon 2016 im Interview mit „da Hog’n“: „Ich möchte eine Visionärin sein. Ich hätte gerne irgendwann noch einmal ein Amt, bei dem ich in größeren Einheiten denken kann, zum Beispiel im Landtag.“

Von RND/Daniel Killy

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