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Deutschland / Weltweit Deutsche fühlen sich oft ausgebrannt
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06:53 05.12.2014
 Laut einer neuen Studie arbeiten mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer länger als vereinbart. Quelle: dpa
Berlin

62 Prozent seien mehr als 40 Stunden in der Woche am Arbeitsplatz, „aber nur für 42 Prozent ist das auch die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit“, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann bei der Vorstellung der repräsentativen Umfrage. Er warnte vor den Folgen von Mehrarbeit wie Burnout.

Laut der Untersuchung arbeitet knapp jeder Dritte, der Überstunden schieben muss, bis zu fünf Wochenstunden länger. 15 Prozent bleiben zwischen sechs und zehn Stunden länger im Job und neun Prozent mehr als zehn Stunden. Die meisten Überstunden werden laut der Untersuchung in den Branchen Ver- und Entsorgung, Information und Kommunikation geleistet. „Wir wollen, dass die Leute gesund in die Rente kommen“, unterstrich der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Michael Vassiliades. 43 Prozent gingen jedoch davon aus, dass sie ihre Beschäftigung „unter den aktuellen Bedingungen“ wohl nicht bis zur Rente durchhalten.

Nach den Worten von IG-Metall-Vize Jörg Hofmann arbeitet jeder zweite Mann mehr als 40 Stunden in der Woche. Vier von fünf dieser Beschäftigten wollten ihre Arbeitszeiten reduzieren. „Aus dieser Gruppe will jeder Dritte eine Arbeitszeit unter 35 Stunden“, sagte Hofmann. Zugleich fordere eine große Zahl von Beschäftigten in Teilzeit, darunter seien überwiegend Frauen, eine Aufstockung der Arbeitszeiten. „Jeder Dritte mit einer Arbeitszeit unter 20 Stunden will länger arbeiten.“

Für den DGB-Index „Gute Arbeit“ wurden 5800 Beschäftigte befragt. Jeder vierte Befragte gab an, dass er bei der Arbeit „sehr häufig“ unter Zeitdruck steht. Bei 31 Prozent kommt das „oft“ vor. Etwa jeder Fünfte sprach von „sehr häufig“ geäußerten Erwartungen des Vorgesetzten, in der Freizeit per E-Mail oder Telefon erreichbar zu sein. Dies wird laut Untersuchung „zu einem beträchtlichen Teil finanziell nicht abgegolten“.
Angesichts der Zahlen sprach sich DGB-Chef Hoffmann erneut für eine Anti-Stressverordnung und mehr Personal beim Amt für Arbeitsschutz aus. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will 2015 Kriterien für eine Anti-Stress-Verordnung vorlegen.

Hoffmann sieht auch die Arbeitgeber in der Pflicht. Nach der Umfrage denken 40 Prozent der Beschäftigen, dass ihre Vorgesetzten die Arbeit schlecht planen oder Mitarbeiter nicht rechtzeitig informieren. Immerhin 87 Prozent der Befragten identifizierten sich „in hohem“ oder „sehr hohem Maße“ mit ihrer Arbeit. Hoffmann sieht darin einen Standortvorteil für die deutsche Wirtschaft.

Von Christian Thiele

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