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Deutschland / Weltweit „Mission Lifeline“ setzt jetzt auf private Segelyachten
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13:41 09.11.2018
Das deutsche Seenotrettungsschiff „Lifeline“ liegt im Hafen von Malta. Quelle: Annette Schneider-Solis/dpa
Dresden

Die Dresdner Flüchtlingsinitiative „Mission Lifeline“ hat eine neue Kampagne zur Seenotrettung gestartet. Unter dem Titel „The Real Civil Fleet“ würden private Segelyacht-Besitzer gesucht, die ihr Boot zur Verfügung stellen, teilte die Initiative in Dresden mit. Der Verein wolle Spenden für die Ausrüstung sammeln und mit den Besitzern eine passende Crew zusammenstellen. Die Hilfe dieser Boote konzentriere sich auf das Sichten und Melden von Schiffbrüchigen und deren Rettung vor dem Ertrinken. Es könnten aber nur in Ausnahmefällen Flüchtlinge an Bord genommen werden.

„Mission Lifeline“ selbst war vor kurzem bei seiner siebenten Mission mit einem Segelboot unterwegs. Ausgestattet mit Rettungswesten, Rettungsinseln, medizinischer Ausrüstung und einem Schlauchboot seien auch kleinere Schiffe in der Lage, Menschen in Seenot beizustehen, hieß es. Während größere Schiffe „widerrechtlich am Retten gehindert werden“, werde dies bei kleineren Schiffen kaum gelingen.

Die Segelyachten müssen den Angaben zufolge hochseetauglich sein und mindesten zwölf Meter lang. Vor einer Privatperson habe der Verein schon die Zusage, dass er seine Yacht bereitstellen wolle, hieß es. Pro Boot würden rund 45.000 Euro für die Ausrüstung gebraucht.

Prozess gegen „Lifeline“-Kapitän Reisch

„Mit 'The Real Civil Fleet' öffnen wir die Seenotrettung für Jedermann“, erklärte „Lifeline“-Kapitän Claus-Peter Reisch. Egal ob Yachtbesitzer, erfahrener Skipper oder Spender für Ausrüstung - es bedürfe einer „Bürgerbewegung, die das Heft des Handelns übernimmt“. Sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen, wolle „MissionLifeline“ weiter auslaufen, „um dem sinnlosen Sterben Einhalt zu gebieten“.

Das große Schiff „Lifeline“ des Dresdner Vereins war Anfang Juli in Malta beschlagnahmt worden. Zuvor waren die Seenotretter mit 234 Flüchtlingen an Bord im Mittelmeer auf tagelanger Irrfahrt. Reisch muss sich derzeit in Valletta vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, dass er die „Lifeline“ falsch registriert habe. Die niederländische Flagge am Heck sei illegal. Dem Kapitän droht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. Der Prozess soll am 19. November fortgesetzt werden.

Von RND/epd

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