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Deutschland / Weltweit Monika Grütters soll Berliner CDU führen
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Monika Grütters soll Berliner CDU führen
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18:21 20.09.2016
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (54, CDU). Quelle: dpa
Berlin

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (54) soll nach dem Wunsch der Berliner CDU neue Vorsitzende des Landesverbandes werden. Darauf einigte sich das CDU-Präsidium am Montag nach intensiver Diskussion, meldet dpa. Zuvor hatte der Berliner CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel einen Tag nach der verheerenden Wahlschlappe der Union seinen Rücktritt angeboten. Grütters ist seit 2009 Henkels herausgehobene Stellvertreterin. Offiziell wollte am Dienstag niemand aus der Hauptstadt-Union die Personalie bestätigen. Der Berliner CDU-Generalsekretär Kai Wegner sagte nur: „Wir haben viele gute Frauen und Männer in unserer Partei für dieses Amt. Dabei ist Monika Grütters zweifelsohne eine ganz herausragende Persönlichkeit.“

Henkel soll noch bis 2017 im Amt bleiben

Die Berliner CDU hatte bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am Sonntag mit 17,6 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis seit 60 Jahren erzielt. Präsidium und Landesvorstand baten Henkel aber, bis zum nächsten Parteitag im Amt zu bleiben, um einen geordneten Übergang zu gewährleisten. Dieser turnusgemäße Parteitag ist für Juni 2017 geplant. Im Präsidium war nach Informationen der dpa zunächst erwogen worden, CDU-Fraktionschef Florian Graf auch zum Parteivorsitzenden zu wählen. Graf und andere seien jedoch der Meinung gewesen, die Verantwortung besser auf mehrere Schultern zu verteilen.

Landesparteitag soll vorgezogen werden

Grütters sei bei den Beratungen dabei gewesen und habe um Bedenkzeit gebeten. Henkel hatte am Sonntag in ersten Stellungnahmen noch einen Rücktritt ausgeschlossen. Er sei am Montag auch nicht dazu gedrängt worden, hieß es von Teilnehmern. Er habe seinen Rücktritt schon am Sonntag ankündigen wollen, dann jedoch die weitere Vorgehensweise in den Parteigremien am Montag diskutieren wollen. Ob der Parteitag zur Neuwahl des Landesvorstandes eventuell auf Mai vorgezogen wird, sei noch nicht entschieden. Denkbar ist dem Vernehmen nach auch übergangsweise eine kommissarische Führung. Henkel zog am Sonntag über die Bezirksliste Mitte in das neue Abgeordnetenhaus ein. Von ihm ist bekannt, dass er sich für das Amt eines Vize-Parlamentspräsidenten bewerben möchte. Der vorherige CDU-Politiker auf diesem Posten, Andreas Gram, ist ausgeschieden.

Von RND/dpa