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Deutschland / Weltweit Mutmaßlicher türkischer Spion plante Attentate
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18:53 18.12.2016
Dem Verdächtigen soll es laut Bundesanwaltschaft um Informationen über Aufenthaltsorte, Kontaktpersonen und politische Tätigkeiten gegangen sein. Quelle: dpa
Karlsruhe

Der Mann habe zwei hochrangige Kurden töten lassen sollen – der eine aus Bremen, der andere aus Brüssel, berichtete „Bild.de“ am Sonntag unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Festgenommenen. Ende November reisten demnach Männer aus der Türkei nach Deutschland, um die Taten auszuführen.

Das Bundesinnenministerium verwies in dem Fall auf die Bundesanwaltschaft. Die Behörde in Karlsruhe hatte bereits am Freitag die Festnahme eines der Spionage verdächtigen Türken in Hamburg mitgeteilt. Den Bericht der „Bild“ bestätigte die Bundesanwaltschaft jedoch zunächst nicht.

Spion hatte es auf Kurden und kurdische Einrichtungen abgesehen

Dem Verdächtigen soll es nach Angaben aus Karlsruhe um Informationen über Aufenthaltsorte, Kontaktpersonen und politische Tätigkeiten gegangen sein. Der 31 Jahre alte Türke werde dringend verdächtigt, sowohl einzelne Menschen als auch kurdische Einrichtungen ausgekundschaftet zu haben.

Der Konflikt mit der kurdischen Minderheit in der Türkei dauert seit mehr als 30 Jahren an. Seit Sommer 2015 hat er sich zugespitzt. Die auch in Deutschland verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK kämpft für ein Autonomiegebiet im Südosten des Landes. Die Regierung in Ankara geht inzwischen auch gegen die pro-kurdische Opposition hart vor.

Von RND/dpa