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Deutschland / Weltweit Neue Attacken gegen Justizminister Sessions
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19:33 25.07.2017
US-Justizminister Jeff Sessions. Quelle: AP
Washington

US-Justizminister Jeff Sessions gerät wegen seiner Rolle in der Russland-Affäre immer mehr unter Beschuss aus dem Weißen Haus. Der neue Kommunikationsdirektor von Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, bestätigte am Dienstag indirekt Berichte, wonach Trump laut über eine Entlassung Sessions’ nachdenke. Als Radiomoderator Hugh Hewitt in einem Interview sagte, Trump wäre Sessions am liebsten los, antwortete Scaramucci: „Da haben sie vermutlich recht.“

In Ungnade gefallen

Trump selbst schrieb auf Twitter, Sessions habe bei Ermittlungen gegen Hillary Clinton und Verräter von Geheimdienstinformationen „sehr schwach“ agiert. Vertraute des Präsidenten bestätigten der Nachrichtenagentur AP, dass er konkret über eine Entlassung Sessions’ nachdenke. Trump ist verärgert darüber, dass Sessions sich wegen Befangenheit aus den Ermittlungen zur Russland-Affäre zurückzog.

Dieser Rückzug führte letztlich zur Einsetzung des Sonderermittlers Robert Mueller. Mueller untersucht mit großer Akribie mögliche Verwicklungen des Trump-Teams mit Moskau. Er hat diese Ermittlungen zuletzt ausgeweitet. Zum Ärger Trumps.

Der republikanische Senator und Trump-Kritiker Lindsey Graham erklärte, der Tweet des Präsidenten sei „höchst unangemessen“. Sessions sei ein unerschütterlicher Konservativer, aber vor allem glaube er an die Rechtsstaatlichkeit, die nicht mit Politik vermischt werden dürfe, sagte Graham. Der republikanische Abgeordnete Adam Kinzinger schrieb auf Twitter, Trump solle Sessions doch einfach treffen, um die Differenzen auszubügeln. Auch Scaramucci machte sich dafür stark, dass die beiden gemeinsam eine Lösung finden. Der republikanische Vorsitzende im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, betonte, der Präsident habe das gute Recht, sich seine Regierungsmannschaft auszusuchen.

Nachfolger Sessions’ bereits gesucht?

Wie drei Personen mit Zugang zum Präsidenten der AP sagten, diskutierte Trump mit engen Beratern in den vergangenen Tagen darüber, welche Folgen es haben könnte, wenn er Sessions feuern würde. Allerdings warnten sie, dass Trump schon öfter über hochkarätige Personalentscheidungen spekuliert, diese dann aber nicht in die Tat umgesetzt habe.

Seinen Ärger über Sessions machte Trump in seinen Tweets aber mehr als deutlich. Die Ermittlungen darüber, ob Russland Einfluss auf die US-Wahl nahm und dabei Unterstützung aus dem Trump-Lager erhielt, betreffen mittlerweile auch seinen engsten Familien- und Beraterkreis. Am Dienstag stellte sich sein Schwiegersohn Jared Kushner nach dem Geheimdienstauschuss des Senats am Vortag auch einer Befragung durch das Pendant im Repräsentantenhaus.

Trump sah die Vorwürfe gegen ihn aber bereits zuvor als entkräftet. „Jared Kushner hat gestern sehr gut bewiesen, dass er sich nicht mit den Russen abgesprochen hat“, schrieb Trump am Dienstag. Außerdem beklagte einmal mehr, dass seine Familie bei den Ermittlungen ungerechtfertigt ins Visier genommen werde. „Hexenjagd. Der nächste ist der elf Jahre alte Barron Trump“, schrieb er.

Von RND/ap

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