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Deutschland / Weltweit So erklären die Behörden den Suizid von al-Bakr
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12:47 13.10.2016
Der Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Leipzig, Rolf Jacob, bei der Pressekonferenz in Leipzig. Quelle: dpa
  • Die wichtigsten Fakten:
    Gegen 19.45 hatte die junge Kollegin, die Dienst hatte, festgestellt, dass er stranguliert am Zwischengitter hing. Sie hat Alarm geschlagen, al-Bakrs Körper wurde sofort abgenommen - die diensthabende Ärztin und die Notärztin wurden alarmiert. Sie reanimierten eine halbe Stunde - vergebens.
    Al-Bakr wurde im 30-Minuten-Rhythmus kontrolliert - letztmalig um 19.30 Uhr.
    Die Lampenzerstörung hat auch eine Rolle in der Besprechung gespielt, wurde aber als Vandalismus eingeordnet, nicht als Suizid-Signal.
    Es wurde mit dem Anwalt über die Suizidgefahr gesprochen und es wurde ihm mitgeteilt, dass entsprechende Kontrollen vorgenommen würden.
    Nach 19.45 begannen sofort die Reanimationsmaßnahmen. Sie wurden zirka bis 20.15 fortgesetzt.
  • 13.10.16 09:43
    Frage: Ist es richtig, dass die Zelle keine Videoüberwachung hatte. Wie ist er an die 2,59 Meter hohe Lampe gekommen? Und womit hat er sich stranguliert?
    Videoüberwachung in Sachsen gibt es nicht, nur Sitzwache.
    Vom Tisch aus kann man die Lampe erreichen.
    Mit dem T-Shirt.
  • 13.10.16 09:40
    Der andere Gefangene befindet sich in der JVA Dresden. Wir haben jetzt eine Sitzwache angeordnet.
  • 13.10.16 09:37
    Jacob: Die Anstaltskleidung, das war ein schlichtes T-Shirt und eine Jogginghose. Das hat mit den Sicherheitsbedürfnissen zu tun. Es gibt partiell reißfeste Kleidung, aber nur in dem gesonderten Bereich. Das ist aber nur ein Schamschutz. Aber eine wirklich reißfeste Bekleidung, die gibt es nicht.
  • 13.10.16 09:34
    Jacob: Allerdings ist es nicht immer möglich, einen Dolmetscher nach den Dienstzeiten heran zu kriegen.
  • 13.10.16 09:34
    Jacob: Wir versuchen aus jedem Suizid zu lernen. Jeder Suizidfall wird dahingegehnd überprüft, wie wir uns verbessern, wie wir uns perfektionieren können in der Suizidprävention.
  • 13.10.16 09:31
    Warum wurde der Gefangene in Leipzig festgehalten? Meist dauert es etwas, bis die Bundesanwaltschaft das Verfahren an sich zieht. Deshalb musste das Verfahren am Amtsgericht Dresden eröffnet werden.
  • 13.10.16 09:30
    Fleischmann: Ich habe mit dem Generalbundesanwalt gesprochen und ihm mitgeteilt, dass es diesen Vorfall in Leipzig gibt. Er wird sein Verfahren weiter führen, und wir machen die Ermittlungen hinsichtlich des Suizids.
  • 13.10.16 09:28
    Fleischmann: Es wäre sehr schön gewesen, wenn al-Bakr ausgepackt hätte.
  • 13.10.16 09:27
    Jacob: Es wurde mit dem Anwalt über die Suizidgefahr gesprochen und es wurde ihm mitgeteilt, dass entsprechende Kontrollen vorgenommen würden.
  • 13.10.16 09:24
    Frage: Wie war der Haftraum ausgestattet?
    Das Gitter ist deckenabschließend.

  • 13.10.16 09:22
    Der Justizminister trägt die politische Verantwortung, sieht aber für Konsequenzen momentan keine Veranlassung.


  • 13.10.16 09:20
    Frage? Gab es bereits einen Suizid in der Form im Haftraum? Nein, an dem Gitter noch nicht, aber am Fenstergitter.
  • 13.10.16 09:18
    Wir gehen allen Hinweisen nach. Vielen Dank

  • 13.10.16 09:18
    Generalstaatsanwalt Fleischmann: Sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls sind dann Polizei und Staatsanwaltschaft in die JVA gefahren. Die Abteilungsleiterin hatte einen Rechtsmediziner dabei. Natürlich war die Situation nicht mehr ganz einfach zu klären. Im Anschluss daran kamen die Ermittlungen dann in gang, die typisch für solche Vorfäller sind. So wurde eine Sektion (Obduktion) angekündigt, die im Moment läuft.
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Von RND/Daniel Killy