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Deutschland / Weltweit Russisches Erdgas für die Türkei
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20:17 10.10.2016
Ziemlich beste Freunde: Recep Tayyip Erdogan empfängt Wladimir Putin. Quelle: TURKISH PRESIDENTIAL PRESS OFFIC
Istanbul

Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist nicht anzumerken, dass ihn sein russischer Gast Wladimir Putin vor nicht allzu langer Zeit noch öffentlich beleidigt hat. Gerade einmal zwei Monate ist die Aussöhnung zwischen Ankara und Moskau her – doch nun geleitet Erdogan den Kremlchef zum Weltenergiekongress im Istanbuler Hilton-Hotel, als wäre nichts geschehen. Das Signal: Der Streit ist beigelegt, nun geht es voran.

Und so wollen Putin und Erdogan ihre Zusammenarbeit im Energiebereich vorantreiben. Der Türke kündigte umfangreiche Investitionen an, „um unser Land zum Erdgas- und Energiehandelszentrum zu machen“. Die Türkei leiste damit auch „einen Beitrag zur Erdgasversorgungssicherheit Europas“. Ziel sei es, „im Erdgashandel ein vertrauenswürdiger Partner für alle Länder in unserer Region zu werden“.

Russisches Gas fließt durch die Türkei nach Südeuropa

Erdogan sagte, die Arbeiten für die geplante Pipeline Turkish Stream, die russisches Erdgas nach Südeuropa bringen soll, dauerten an. Putin bekannte sich ebenfalls klar zu dem Projekt, das während der monatelangen Krise zwischen Russland und der Türkei auf Eis lag. „Russland wird im Energiebereich mit allen Partnern gleichberechtigt zusammenarbeiten, die dazu bereit sind“, sagte Putin. „Das betrifft North Stream 2, woran wir derzeit arbeiten, und wir wollen auch Turkish Stream umsetzen.“

Reichen sich die Hand: Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin Quelle: dpa

Nach ihren Ansprachen beim Weltenergiekongress kamen Erdogan und Putin in Istanbul zu einem bilateralen Gespräch zusammen. Dabei dürfte neben Energiethemen der Bürgerkrieg in Syrien eine zentrale Rolle gespielt haben, bei dem Moskau und Ankara gegensätzliche Positionen vertreten. Russland unterstützt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad, dessen Sturz Erdogan fordert.

Putin sagte: „Sowohl Russland als auch die Türkei treten für ein schnelles Ende des Blutvergießens in Syrien und den Übergang zu einer politischen Regelung ein.“ Erdogan betonte, Thema sei auch gewesen, wie humanitäre Hilfe für die Menschen in Aleppo ermöglicht werden könne.

Es war Putins erster Türkei-Besuch seit dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im vergangenen November. Danach legte Russland die Beziehungen zur Türkei auf Eis. Erst im Juni näherten sich beide Seiten wieder an.

Von RND/dpa

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