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Deutschland / Weltweit Tausende Zivilisten fliehen vor saudischen Angriffen
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13:22 22.06.2018
600.000 Menschen sitzen in der Stadt Hodeida fest. 100.000 Kinder sind vom Tode bedroht. Quelle: dpa
Genf

Die schweren Angriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition auf die Hafenstadt Hodeida im Jemen haben laut den UN bereits Tausende Menschen in die Flucht gezwungen. In den nächsten Tagen sei mit einem weiteren Exodus aus der von Huthi-Rebellen gehaltenen Stadt am Roten Meer zu rechnen, warnte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf.

Die IOM rief die Konfliktparteien auf, die Kinder, Frauen und Männer in der Metropole zu schonen. Seit Beginn der Bombardements der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz am Mittwoch vergangene Woche seien 5.800 Einwohner geflohen. Innerhalb des Bezirks Hodeida sind laut den Angaben knapp 90.000 Menschen vor der Gewalt auf der Flucht.

Rund 100.000 Kinder vom Tod bedroht

Nach Schätzungen des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe harren bis zu 600.000 Einwohner in der Stadt Hodeida aus. Lise Grande, die humanitäre Koordinatorin der UN für Jemen, warnte insbesondere vor dem Leiden der Kinder in der Stadt. Rund 100.000 Mädchen und Jungen seien vom Tod bedroht, wenn sei nicht mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten versorgt würden.

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition will durch die Angriffe die Huthi-Rebellen aus der Stadt vertreiben. Der Hafen gilt als wichtigster Umschlagplatz für humanitäre Importe und andere Einfuhren in das Land. Hilfswerke warnen, dass die Bombardierungen Hodeidas und eine mögliche Schließung des Hafens katastrophale humanitäre Folgen haben werden.

Im Jemen kämpfen die Huthi-Rebellen gegen die sunnitisch geprägte Regierung, die von der Militärkoalition unter saudi-arabischer Führung unterstützt wird. Der schiitische Iran leistet Militärhilfe für die Rebellen. Der seit mehr als drei Jahren tobende Krieg führte zu einer beispiellosen humanitären Katastrophe für die 27 Millionen Einwohner. Zehntausende Menschen starben oder wurden verletzt.

Von RND/epd

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