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Deutschland / Weltweit Terrorverdacht: Polizei durchsucht Wohnungen
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14:54 25.10.2016
Anti-Terroreinsätze in mehreren Bundesländern: Die Polizei durchsuchte Wohnungen, unter anderem in Jena. Quelle: dpa
Erfurt

Die Polizei durchsuchte am frühen Dienstagmorgen insgesamt zwölf Wohnungen in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern. Ermittelt werde gegen insgesamt elf Männer und drei Frauen wegen des Verdachts der Terrorfinanzierung, teilte das Landeskriminalamt Thüringen mit.

„Eine konkrete Anschlagsgefahr ergab sich aus den Ermittlungen bislang nicht“, erklärten die Ermittler nach Angaben des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass es einen „akuten Terrorverdacht“ gebe.

Ermittlungen gegen 14 Verdächtige

Hintergrund der Polizeiaktion sind Ermittlungen gegen einen 28-jährigen russischen Staatsangehörigen. Der Mann hat tschetschenische Wurzeln, wie das LKA Thüringen mitteilte. Er werde seit 2015 verdächtigt, eine „schwere staatsgefährdende Gewalttat“ zu planen. Er soll beabsichtigt haben, sich in Syrien dem bewaffneten Kampf der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen.

Später wurden die Ermittlungen auf weitere 13 Männer und Frauen ausgeweitet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich ebenfalls um Tschetschenen mit russischer Staatsangehörigkeit. Sie sind zwischen 21 und 31 Jahre alt und leben in Thüringen, Hamburg oder Dortmund. Gegen sie habe sich der Verdacht der Terrorismusfinanzierung ergeben, teilte das LKA Thüringen mit.

Keine Festnahmen

Bei allen Beschuldigten soll es sich um Asylsuchende handeln, deren Aufenthaltsstatus in Deutschland bisher nicht abschließend geklärt ist.

Die Polizei nahm niemanden fest, wie sie am Nachmittag mitteilte. „Es gibt keinen Haftbefehl“, sagte eine Sprecherin des Thüringer Landeskriminalamtes am Nachmittag in Erfurt. Auch der Verdacht auf Sprengstoff in einer Unterkunft habe sich nicht bestätigt. Ein weißes Pulver würde aber untersucht. Die Substanz sei ungefährlich.

Von RND/wer/zys/afp/dpa

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