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Deutschland / Weltweit Terrorverdacht gegen 17-Jährigen nicht bestätigt
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Terrorverdacht gegen 17-Jährigen nicht bestätigt
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16:37 31.05.2017
Die Polizei nahm den 17-Jährigen am Dienstag in Gerswalde in der Uckermark fest. Quelle: dpa
Potsdam

Gegen den Mann werde kein Haftbefehl beantragt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Potsdam am Mittwoch. Er komme wieder auf freien Fuß. Der junge Mann war am Vortag unter Terrorverdacht in Gewahrsam genommen worden.

Unter Verdacht wegen Übersetzungsfehlers

Die Ermittler waren dem Verdacht nachgegangen, der syrische Asylbewerber aus einer Flüchtlingsunterkunft könnte einen Selbstmordanschlag in Berlin geplant haben. Entsprechende Hinweise soll die Brandenburger Polizei von Ermittlungsbehörden aus Hessen und Berlin erhalten haben. Die Polizei hatte Hinweise, wonach der Mann sich per WhatsApp-Nachricht von seiner Mutter verabschiedet und angekündigt hatte, in den sogenannten Heiligen Krieg zu ziehen. 

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist der Inhalt der Nachricht allerdings anders zu übersetzen als ursprünglich gedacht. Laut Bundesinnenministerium gab es keine unmittelbare Anschlagsgefahr. Die Behörden hätten frühzeitig reagiert, um ein Risiko für die Bevölkerung auszuschließen, hieß es bereits am Dienstag.

Unbegleiteter Minderjähriger wohl in Heim radikalisiert

In den ersten Vernehmungen hatte sich herauskristallisiert, dass sich der junge Mann in den vergangenen Monaten im Jugendheim Gerswalde selbst radikalisiert habe. Spezialeinsatzkräfte nahmen ihn deshalb fest. Dabei leistete er nach Polizeiangaben keinen Widerstand.

Nach den ersten Erkenntnissen war er 2015 eingereist und wurde als Asylbewerber registriert. Der Mann lebte nach Polizeiangaben seit 2016 in einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Gerswalde östlich von Templin in der Uckermark.

Von RND/dpa