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Deutschland / Weltweit Terrorverdächtiger plante Anschlag auf Flughafen
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07:23 11.10.2016
Stolz auf seine Behörde: Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Quelle: dpa
Berlin

Der in Leipzig festgenommene Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr aus Syrien wollte nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz wohl einen Flughafen in Berlin attackieren. „Wir hatten Hinweise – nachrichtendienstliche Hinweise –, dass er zunächst einmal Züge in Deutschland angreifen wollte. Zuletzt konkretisierte sich dies mit Blick auf Flughäfen in Berlin“, sagte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen.

Mit diesen Bildern fahndete die Polizei nach Dschaber al-Bakr. Quelle: Polizei Sachsen

Demnach bekam seine Behörde Anfang September „aus nachrichtendienstlichem Aufkommen“ einen Hinweis, dass die Organisation Islamischer Staat (IS) in Deutschland einen Terroranschlag gegen Infrastruktur plane. „Wir haben (...) bis Donnerstag letzter Woche gebraucht, um herauszufinden: Wer ist dafür in Deutschland verantwortlich?“, so Maaßen. Dann sei der Verfassungsschutz in der Lage gewesen, die gesuchte Person zu identifizieren.

Rund-um-die-Uhr-Observation durch Verfassungsschutz

„Wir haben sofort die Observation durchgeführt“, schilderte Maaßen. „Eine 24/7-Observation – also Rund-um-die-Uhr-Observation. Wir haben (...) festgestellt, dass er am folgenden Tag in einem Ein-Euro-Shop dann Heißkleber kaufte. Und unverzüglich haben wir dann alle Maßnahmen in Bewegung gesetzt, damit ein Zugriff erfolgte, weil wir davon ausgingen: Dies kann im Grunde genommen die letzte Chemikalie sein, die für ihn notwendig war, um eine Bombe herzustellen.“

Polizisten bringen den mutmaßlichen Islamisten ins Gefängnis. Quelle: imago

Nach einem missglückten Zugriff der Polizei am Sonnabend in Chemnitz war der 22-jährige Dschaber al-Bakr am Montag in Leipzig festgenommen worden. In der Chemnitzer Wohnung, in der er sich aufgehalten haben soll, fanden die Ermittler 1,5 Kilogramm Sprengstoff.

Dschaber al-Bakr wollte Freilassung erkaufen

Derweil werden weitere Details bekannt. So wollte sich Dschaber al-Bakr nach seiner Überwältigung durch andere syrische Flüchtlinge offenbar seine Freilassung erkaufen. „Er hat versucht, uns mit Geld zu bestechen“, sagte Mohammed A., der den Landsmann mit in seine Wohnung genommen hatte und später die Polizei informierte, dem Fernsehsender RTL.

Mohammed A. hatte den gesuchten Terrorverdächtigen nach eigenen Angaben in der Nacht zu Montag mit in seine Wohnung im Leipziger Stadtteil Paunsdorf genommen, nachdem dieser ihn gegen Mitternacht am Hauptbahnhof angesprochen und nach einer Übernachtungsmöglichkeit gefragt hatte. Als er später von der Fahndung erfuhr, verständigte Mohammed A. aber die Polizei.

„Wir haben ihm gesagt, du kannst uns so viel Geld geben wie du willst, wir lassen dich nicht frei“, sagte Mohammed A.. „Dann haben wir ein Stromkabel geholt und ihn gefesselt.“ Er sei „total wütend“ auf al-Bakr gewesen. „So was akzeptiere ich nicht, gerade hier in Deutschland, dem Land, das uns die Türen geöffnet hat“, fügte der Syrer hinzu.

Von RND/dpa/afp

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